Wochenrückblick 14/2014: Wolle im Kopf

Zpagetti-Garn kennt Ihr sicher alle – das ist ein superdickes Baumwollgarn, das aus Resten der Textilindustrie entsteht. Gehäkelt wird meistens mit 14er-Nadeln. Das ist in der Tat anstrengend, dafür sehen die Ergebnisse cool aus und sind zudem auch recht schnell fertig. Ein crochet heart basketstypisches Zpagetti-Anfängerprojekt sind Häkelkörbe, doch es geht auch ein klein bisschen anspruchsvoller: Cintia von MyPuppet hat daraus herzförmige Körbchen gehäkelt und zeigt in ihrem Blog, wie es geht – dazu gibt´s auch praktische Anfänger-Häkeltutorials. Schaut einfach mal rein: Crochet Heart Shaped Storage Baskets
(Foto:  Cintia/MyPuppet.com.au)

Ostern steht vor der Tür – höchste Zeit also, ein bisschen Oster-Deko zu häkeln. Bei One Dog Woof habe ich zum Beispiel eine freie Häkelanleitung für einen putzigen Osterhasen gefunden: The Crochet Easter Bunny Pattern

Einige schöne Upcycling-Ideen aus Dingen, die im Haushalt anfallen und nicht mehr gebraucht werden, habe ich außerdem in der “Geschenkebox” gesehen. Das ist zwar ansonsten eine kommerzielle Seite, aber hier gibt es lauter sehr nett gemachte PDFs mit Anleitungen zum Herunterladen: Zum Beispiel für eine Tasche aus alten Zeitschriften, ein Federmäppchen aus Schokoladenverpackung oder eine Lampe aus Getränkekartons: DIY-Ideenbox – aus Alt mach Neu

Und dann hat endlich die Balkon-Saison begonnen und ich bin auch schon fleissig dabei, für den Balkon zu häkeln. Parallel zur Sunburst-Flower-Decke habe ich letzte Woche nämlich noch eine zweite Decke angefangen: Ein riesiges Grannysquare soll es werden! Ich hatte das schon so lange vor, habe aber nie richtigen Anfang gefunden, weil ich mir wegen der Farben nicht sicher war. Aber jetzt läuft´s: Zwei mal zwei Meter sind geplant, damit die Decke dann auch schön auf unser Balkonmatratzenlager passt. Bis ich das habe, wird es aber noch eine Weile dauern, aber es gibt ja noch kleine Häkelprojekte für zwischendurch wie zum Beispiel diese hübsche Girlande, die Anette von AK at Home in ihren Blog gezeigt hat: Crochet Vlaggensinger

Mützen-Zeit ist ja eigentlich vorbei, aber der nächste Herbst kommt bestimmt. Julia von “The Cooking Knitter” hat eine Mütze gestrickt, in deren Farben ich mich sofort verliebt habe: Ganz schlicht Grau in Grau: Gestrickte Mütze. Julia ist übrigens neu ins YarnCamp-Orgateam eingestiegen, um das Team tatkräftig unterstützen.

Für alle, die sich aktuell mit einer Erkältung herumplagen, außerdem noch das hier: Ein gehäkelter Werbespot!

Fuck yeah Grannysquare!

Mein Pinterest-Board “Fuck yeah Grannysquare”, wächst und wächst und wächst. Wer ein paar Anregungen in Sachen Grannysquare braucht: bittesehr! Auf Pinterest direkt werden noch mehr Pins angezeigt. Und: Es gibt außerdem ein Board mit vielen Granny-Anleitungen.




 

 

Ideal zum Häkeln mit dunklen Garnen: Beleuchtete Häkelnadeln

Beleuchtete Häkelnadeln

Schon gesehen? Es gibt beleuchtete Häkelnadeln! Richtig schön sehen sie nicht aus, aber um bei nicht so gutem Licht mit dunklen Garnen besser zurecht zu kommen, sind sie praktisch: Einfach nur das Licht über den kleinen Schiebeschalter auf dem Griff anschalten und schon leuchtet die durchsichtige Nadelspitze.

Wer wie ich abends viel häkelt, kennt das sicher: Draußen auf dem Balkon wird´s irgendwann zu dunkel, um weiterzuarbeiten. Ein Kunstlicht macht es ungemütlich, während eine Kerze aber nicht ausreicht, um das Häkelzeug besser zu sehen. Gleiches im Wohnzimmer – so richtig schön ist es halt nicht, abends bei heller Beleuchtung auf dem Sofa zu sitzen. Dabei muss man eigentlich gar nicht so viel sehen, die Einstichstelle alleine würde eigentlich schon reichen.

Ich habe die Nadeln noch nicht getestet, aber es sieht so aus, als ob sie ordentlich viel Licht machen würden. Und die Griffe liegen sicher auch ganz gut in der Hand.

Hier gibt´s dazu ein Video:

Die Nadeln gibt es eigentlich schon seit ein paar Jahren, in Deutschland habe ich noch keinen Anbieter gefunde, der sie verkauft. Wir hinken da halt wie immer etwas hinterher.

Wer aber bereit ist, ein paar Euro für den Versand zu bezahlen, bekommt sie in verschiedenen Größen inklusive Batterien für rund 8 Euro, hier, nämlich im –>> Amazon-Shop von Cornerstone <<–

Auf Etsy, Ebay oder DaWanda gibt es außerdem sicher auch noch einige Anbieter, bei denen man sie bekommen kann.

 

 

Jetzt geht´s um die Wurst: Wurst selbermachen!

Dass wir mittlerweile kaum noch Brot kaufen, sondern prinzipiell selberbacken, habe ich hier schon einige Male erzählt. Das mit dem Selbermachen haben wir jetzt ein bisschen ausgeweitet: Gestern haben wir zum ersten Mal Bratwurst gemBratwurst selbermachenacht- nämlich nach Nürnberger Art. Und das war erstaunlicherweise gar nicht so schwer, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Was braucht man zum Wurstmachen? Als erstes natürlich einen Fleischwolf, in dem man das Fleisch zu Hack verarbeiten kann, außerdem eine Möglichkeit, die fertige Wurstmasse in den Darm einzufüllen. Wir können das mit unserer Küchenmaschine problemlos machen – für die gibt´s nicht nur einen Fleischwolf, sondern auch eine Wursttülle.

Außerdem braucht man Schweinedarm – die Wurstmasse muss ja irgendwo rein, damit es eine Wurst wird. Darm gibt´s beim Metzger des Vertrauens, kann aber auch in verschiedenen Größen online bestellt werden. Und schließlich braucht man natürlich noch Fleisch und entsprechende Gewürze.

Beim Rezept haben wir uns für eines von Foodfreak, nämlich für Bratwürste nach Nürnberger Art entschieden – das schien uns für unser erstes Mal Wurst selbermachen genau das richtige zu sein.

Die Zutaten:

  • 2 Pfund Schweinehack (ausgelöster Schweinenacken)
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Salbei
  • 1 TL Bohnenkraut
  • 2 TL gemahlene Muskatblüte
  • 2 TL Majoran
  • 1 TL Pfeffer
  • Cayennepfeffer (Prise)
  • Schweinedärme

Das Wursten:

Das mit den Schweinedärmen ist natürlich gruselig: Man tötet ein Tier, zerlegt und wolft es, um es dann mit bratwurst selbermachen 3anderen Zutaten in seinen Darm zu stecken. Wenn man so etwas macht, sollte man es also zumindest respektvoll tun – Respekt vor dem Tier und dem “Material”, das man verwurstet und natürlich auch vom Arbeitgang an sich ist also angebracht. Für uns bedeutet das auch, dass nur Fleisch aus nachhaltiger, regionaler Erzeugung in die Wurst kommt. Allerdings: Wer sich schon die Mühe macht, sich seine Bratwurst selber herzustellen, wird das wohl kaum mit minderwertigem Fleisch machen oder beim Arbeiten schludern. Selbermachen ist immer auch ein bisschen eine Haltung und da geht man automatisch verantwortungsvoll mit den Dingen um. Finde ich jedenfalls.

Bevor es los ging, haben wir die einen der Därme in Wasser eingeweicht – ich weiss nicht genau warum, vermutlich, damit das Salz von der Lagerung etwas rausgeht. Danach wurde erstmal gewolft: Das Fleisch bratwurst selbermachen 2wurde dafür in kleinere Stücke geschnitten und durch die Maschine geschickt. Stefan hat sich dabei für eine grobere Körnung entschieden. Anschließend kamen die Gewürze dazu – das war dann also die Wurstmasse.

Stefan steckte nun den Darm auf die Wursttülle auf  und dann ging´s auch schon los. Ich muss zugeben, der Moment war etwas heikel, weil wir es ja zum ersten Mal gemacht haben. Die Masse lief also wieder durch die Maschine, nur aber nicht mehr durch das Wolfmesser, sondern direkt in die Wursttülle und somit in den Darm. Die ersten zehn Zentimeter liefen noch nicht so top, dann hatte Stefan den Dreh aber raus: Einfach laufen lassen und dabei den Darm aber etwas festhalten, damit sich die Füllung schön gleichmässig ohne Luftblasen verteilen kann. Am Ende gab es noch ein bisschen Sauerei, denn es war nicht ganz klar, wieviel Masse noch im Gerät steckt, als wir die fertige Riesenwurst abschnitten. War aber kein Problem: Aus den Resten haben wir einfach noch ein paar kleine Buletten geformt.

Durch Drehen entstanden aus der riesigen Wurst dann insgesamt sechs kleinere und das war´s dann auch schon. Die kamen dann auch sofort auf den Grill und haben superlecker geschmeckt. NIcht unbedingt viel Arbeit also und vor allem aber eine, die sich wirklich lohnt. Machen wir diese Woche also gerne noch einmal und ich werde natürlich berichten.

Pflanzenschilder selbermachen für den Balkon

pflanzenschilder selbermachen

Und wirklich jedes Frühjahr ist es das gleiche: Ungefähr zwölfundneunzig Samen in die Blumentöpfe gesät, in der Begeisterung die Samentütchen durcheinander gebracht und dann hinterher vergessen, was in welchen Töpfen denn nun eigentlich was war…. Kennt Ihr das? Und dann keimen die Dinger und man hat keine Ahnung, was da nun wächst. Püh.

Letztes Jahr hatte ich mir kleine Schildchen aus Washi-Tape gebastelt, die hatten sich dann aber ärgerlicherweise recht schnell wieder aufgelöst. Dieses Jahr sollte also alles ganz anders, nämlich viel besser werden und da kam mir das Supercraft-Paket vom Herbst pflanzenschilder aus fimogerade recht: Da waren nämlich unter anderem Fimo und Holzstiele zum Pflanzenschilder selbermachen mit dabei. Allerdings gab es gerade mal vier Stiele und somit viel zu wenig und außerdem hatte ich keine Lust, die Dinger mit dem beiliegendem Edding zu beschriften. Also habe ich mir für nicht mal neun Euro ein simples Keksstempel-Set bestellt und damit die ausgestochenen Fimoschildchen bestempelt.

Das war zugegeben etwas Frickelei: Die Stempelbuchstaben müssen erst in den Halter gesteckt werden und bleiben außerdem auch nach dem Stempeln im Fimo kleben, so dass so ein Schildchen dann gerne mal reisst. Und zu allem kam dann auch noch die Katze vorbei, um mit ihren dreckigen Gartenfüsschen über die fertig bestempelten Pflanzschilder zu latschen. Waaah!

Die Schilder habe ich dann ganz normal im Ofen gebacken – dabei muss man super aufpassen, dass die angegebene Temperatur nicht überschritten wird, weil die Pflanzenschilder sonst ganz schnell braun werden. Nach dem Abkühlen noch auf die Holzstiele kleben und trocknen lassen. Fertig. Die ersten stecken bereits in der plfanzenschilder fimoErde, ich habe gestern nämlich Wunderblumen, Wicken, Sonnenblumen, Bärlauch und Kapuzinerkresse gesät. Heute haben wir den Balkon außerdem endlich von oben bis unten durchgeschrubbt und die von mir gestern bepflanzten Frühlingskästen mit Stiefmütterchen und Bellies aufgehängt. Und nachher säe ich noch die Verbenen, die Duftkräuter und den Basilikum…. Hach! Die Bellies und die Stiefmütterchen halten so bis Ende Mai und werden nach und nach dann durch ein paar Petunien und was sich sonst noch so findet, ersetzt. Das ist zwar doppelt gemoppelt, aber ich mag es einfach so wahnsinnig, wenn im März schon ein paar Frühlingsblüher draußen stehen – für mich sind das eigentlich immer die schönsten Blümchen des Jahres. Und günstig waren sie auch: Letzte Woche gab´s die bei Aldi – eine Steige mit zehn Stück für gerade mal 1,50 Euro.

Für die Samen habe ich dieses Jahr nichts ausgegeben: Einige waren noch von den Tütchen vom letzten Jahr übrig, einige hatte ich selber von den Pflanzen abgesammelt und dann habe ich noch mit meiner Mutter ein bisschen getauscht.

 

%d Bloggern gefällt das: