Stricken
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Strickkrimi mit Wanderlust

Und am Samstag gab´s hier einen kleinen Strickkrimi…. Im Dezember hatte ich ein neues Dreieckstuch angeschlagen – nämlich die “Wanderlust” von Monie Ebner. Ein ganz schlichtes Tuch, das durch Muster, Form und das verwendete Garn wirkt. So mag ich es ja am liebsten – einfache Dinge gut umgesetzt. Vor allem aber lässt es sich perfekt beim Seriengucken abends auf dem Sofa runterstricken und ist somit ein perfektes Nebenprojekt, das ich zwischendurch immer mal wieder gerne raushole, um ein bisschen weiterzuarbeiten.

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In der Originalanleitung wird so lange gestrickt, bis oben 1,40m erreicht sind – das ergibt nach dem Spannen etwa 1,53. Tja. Als ich am Freitagabend mein Tuch maß, war ich bei gespannten 2,10m, also dachte ich, das wäre ein guter Zeitpunkt, um oben nun noch den Streifen in der Kontrastfarbe zu stricken und anschliessend alles abzuketten, was ich dann auch gemacht habe. Um dann beim Probetragen festzustellen, dass das Tuch halt sowas von gar nicht sitzt und sich erst recht nicht locker um den Hals wickeln lässt. Klar – die zweite Kante ist ja eigentlich kein richtiges “Wickelmaterial”, sondern liegt eher einfach nur schräg an. Bei kleinen, zierlichen Personen passt das vielleicht, bei mir sah es aber einfach unproportioniert aus – ich brauche einfach mehr am Hals.

Also hieß es, alles rückgängig zu machen und die letzten acht Reihen aufzuribbeln – vier Mal blau und vier Mal grün, um danach alles wieder zurück auf die Nadeln zu bringen, ohne dabei aber an den vier Stellen mit dem Muster was zu verhauen.

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Etwas frickelig und nicht wirklich eine schöne Aufgabe. Samstagabend aber war ich fertig und konnte dann am Sonntagmorgen nach dem Aufstehen gleich aufs Sofa hüpfen und weiterstricken…  mal gucken, wie lang noch, so 30 0der 40cm sollten es aber schon noch werden. Wenn ich fertig bin, gibt´s neue Fotos :)

Bei den Fotos sieht man übrigens, wie schwierig es ist, Farben beim Fotografieren richtig einzufangen – das Tuch sieht eher blau aus, ist aber eigentlich leuchtend petrolfarben.

Die sehr schöne handgefärbte Sockenwolle vom Atelier Zitron stammt aus meinen Vorräten von Heimatwolle – von dem Petrol hatte ich drei Stränge gekauft, aus dem dritten entstehen parallel meine Hebemaschensocken, die ich letzte Woche gezeigt hatte.

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6 Kommentare

  1. Ich hab gestern mal die Maschen gezählt: 300! Und das werden noch mehr – ich stricke jetzt heute Abend und morgen mal noch fleissig weiter und dann gucken wir mal, wieviel ich habe. Ja, besser ribbeln als später ein Tuch haben, das man nicht anziehen möchte. Das ist mir mit dem Trillian neulich so gegangen – der ist einfach zu kurz geworden und jetzt liegt das Teil hier halt nur rum :(

  2. Ich ribbele mitlerweile auch alles, was nicht gefällt. Hätte ich früher nie gemacht. Aber wie Daniela schon sagt, was hat man von einem Strickstück, das man nicht tragen mag? Die Farbe ist echt der Hammer #NEID

  3. redaktionmamaimjob sagt

    Liebe Daniela,
    ich fühle mit dir. Auftrennen ist immer so total nervig. Ich habe den ersten Fingerhandschuh neulich bestimmt fünfmal zur Hälfte gestrickt und wieder aufgetrennt, weil ich erst zu viele Maschen angeschlagen hatte, dann nicht mehr genau wusste, wie ich damals nochmal den Daumnzwickel gestrickt hatte und deswegen erstmal was falsch machte. Dann hatte ich das Garn nach dem Bündchen auf Tochterwunsch doppelt gelegt, was auch ne doofe Idee war … Ein Wunder, dass ich durchgehalten habe ;-)
    Der Schal sieht super aus, auch mit der “falschen” Farbe!
    Liebe Grüße
    Petra

    • Ja, manchmal ist der Wurm einfach drin…. aber dann lieber Ribbeln und so lange stricken, bis es stimmt. Nix ist ärgerlicher als fertige Sachen, die irgendwie nicht stimmen…

  4. Sockenwolle auf 2,10m – das sind (gefühlt) 500 Maschen … Mal 8 Reihen? Argh … Da warst Du wohl sehr tapfer am Wochenende …

    • Hab lieber mal nicht gezählt, hihi. Das war aber nicht das Schlimme – ich hatte so Schiss, dass ich beim Muster was verhaue, weil da Maschen zusammengestrickt werden, bzw. immer noch ein kfb kommt – da weiss ich einfach nicht, wie man heruntergerutschte Maschen wieder hochziehen kann, dass das Muster danach auch stimmt. An einer Stelle ging´s dann auch prompt schief, aber das sieht man fast nicht.

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