Strickcafe
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Handarbeiten in Zeiten des Internets (Strickcafé)

Los geht´s mit einem superspannenden Termin. Der ist zwar erst nächstes Jahr, aber ich habe mir dafür schon ein paar Tage rot im Kalender angestrichen: In Dublin findet Ende Mai das erste Wolllinn statt – ein Wollfestival mit viel, viel Wolle und vor allem aber auch mit verschiedenen Classes, also Kursen. Und ich habe beschlossen, gemeinsam mit dem Mann einen Gemacht-mit-Liebe-Betriebsausflug dorthin zu machen, um ein bisschen Wolle in Dublin zu gucken. Das hat natürlich rein gaaaaaar nichts mit Vergnügen zu tun, das ist viel mehr nur eins: Fortbildung! Tadaa! Fürs Woolinn gibt es schon eine Website, auf der Ihr Euch für den Newsletter anmelden könnt, außerdem findet Ihr da schon viele interessante Infos. Zum Beispiel, dass die Location direkt am Flughafen liegt – ideal für alle, die von weiterher, also zum Beispiel aus Deutschland, anreisen… Hier geht´s zur Website: Woollinn

Etwa 2013 habe ich mir die „Phantastische Häkelbibel“ von Simply Kreativ gekauft – ein extradickes Magazin, in dem sich alles rund ums Häkeln drehte. Mit vielen Anleitungen, Tipps und Tutorials. Ich habe damals viel darin herumgelesen und immer wieder interessante Sachen entdeckt und ich hüte mein Magazin bis heute entsprechend wie einen Augapfel. Nun gibt es eine Neuauflage der Häkelbibel, ganz frisch Anfang Oktober erschienen. Ich habe sie mir noch nicht besorgt, kann also zum Inhalt noch nicht viel sagen, aber ich denke, der Preis von 9,95 Euro ist sicher auch dieses Mal wieder eine gute Investition nicht nur für Häkelanfänger. Mehr Infos: Die Simply Kreativ Häkelbibel Vol. 1

Ein Thema meines Häkelkurses morgen ist übrigens auch: Wie finde ich wo am die besten Inspirationen? Nun werden sicher alle erstmal laut „Pinterest“ rufen. Aber ich selber muss zugeben, dass ich dort mittlerweile gar nicht mehr so gerne reingucke, weil mir die Plattform zu unkommod in Sachen Bedienung geworden ist. Und dazu auch ein bisschen zu unübersichtlich, weil es eben einfach so wahnsinnig viel zu sehen gibt. Ich habe aber einen guten Tipp: Jedes Wochenende gibt´s in Annemaries Haakblog eine Linksammlung mit vielen tollen Anregungen – jeder,der mag und etwas beizutragen hat, kann dort außerdem seinen eigenen Link posten. Und ich mag die hübsche Sammlung, die man hier immer zu sehen bekommt, während Annemarie selber auch immer so superhübsche Sachen aus eigener Werkstatt zeigt. Mehr hier: Annemaries Haakblog

Mein Blog gibt es seit 2012 und nach einem etwas ruhigeren Anfang gab es einen überraschend mächtigen Boost bei den Leserzahlen, nachdem Kiki und ich im Mai 2012 auf der re:publica einen Vortrag zum Thema Crafting gehalten hatten. Sogar einen Job hatte mir die Sache eingebracht – für meine kleine Agentur nämlich, die ich damals noch hatte. Und der Vortrag war aber auch megacool, denn wir hatten es damit geschafft, unser kleines Nischenthema Handarbeiten einer wirklich breiten nahe zu bringen, enn in unserem Panel saßen damals ein paar hundert Leute. Hachja, das ist schon so lange her! Nun veranstaltet das Stadtmuseum Bietigheit ab Herbst eine Ausstellung zum Thema Handarbeiten und Kiki wird im Januar dort einen Vortrag zum Thema Handarbeiten und Internet halten. Ich selber bin nicht dabei, denn das geht schon allein aus Zeitgründen nicht. Ihr könnt aber Kiki unterstützen, indem Ihr die Fragen ihrer Umfrage beantwortet, die in ihren Vortrag einfließen werden: Vom Sehen und Gesehen werden – Handarbeiten im Zeitalter des Internets

Und auch in Crailsheim gibt es gerade eine nicht ganz uninteressante Ausstellung, die allerdings leider am Sonntag zum letzten Mal ihre Tore öffnet. Ich hätte sie gerne früher angekündigt, habe es aber auch leider erst diese Woche mitbekommen. Gezeigt werden gestrickte 3D-Artefakte, die Teile des Körperinneren zeigen – gestrickt alle von der sagenhaften Madame Tricot. Man sieht also gestrickte Darmzotten, einen gestrickten Blutkreislauf oder eben ein gestricktes Herz. Ich bin mir sicher, dass die Objekte aber auch mal noch irgendwann woanders gezeigt werden. Ansonsten könnt Ihr hier mal gucken: Ich stricke, also bin ich

Wer sich für die Historie des Strickens interessiert, sollte sich das Buch People Knitting – A Century of Photographs zulegen, herausgebracht von der Princeton Architectural Press. Darin finden sich viele sehr verblüffende Fotos von strickenden Leuten, die bis zu den Anfängen der Photographie im vorletzten Jahrhundert zurückgehen. Einige davon könnt Ihr Euch außerdem hier vorab schon ansehen: 100 Years of People Knitting*

4 Kommentare

  1. Carolin von Kameke sagt

    Vielen Dank für Deine steten ausgewählten, feinen Beiträge. Herzliche Grüsse einer Strickerin aus der Schweiz

    • Hallo Carolin, dankesehr und Grüße zurück in die Schweiz! Ich komme übrigens aus Konstanz – das ist fast schon Schweiz :)

  2. Hi Daniela,
    hui – Dublin, wie schön! Toller Plan, großartige Stadt, da habt Ihr beide, Du und der Mann, aber jetzt mal richtig was zum Freuen….
    Habe soeben brav an der Umfrage von Kiki teilgenommen, kurze Sache.
    Und ich möchte hiermit zum Ausdruck bringen, dass ich die gestrickten Körperteile völlig merkwürdig finde. Ich habe auch mal so zum Spaß kleine Obstteile gehäkelt, lustig, aber letztlich völlig sinnfrei. Aber grundsätzlich danke, dass Du nach lauter Socken- und Tücher-Strick-Wolle-Themen jetzt nochmal auf’s Häkeln schaust, Annemaries Haakblog liebe ich auch sehr.

    Und zweimal habe ich schon den Brigitte-Schal mitgestrickt, zu dem allerersten habe ich mir gerade aus der schwarz-weiß-grauen Restwolle eine Mütze und Fäustlinge “gehaakt”, etwas rustikal, da die Wolle so dick ist, aber bin trotzdem stolz drauf, wärmt jedenfalls bombe.

    Alles Gute für Dich und hoffentlich war der Häkelkurs heute gut.
    Viele Grüße von Uli

  3. Liebe Daniela, habe Deinen Blog erst frisch entdeckt und er gefällt mir sehr gut! An der Umfrage bei Kiki habe ich auch schon teilgenommen und den re:publica Vortrag schaue ich mir gleich auch noch an. Das Dubliner Stricktreffen hört sich auch spannend an -bin schon sehr gespannt auf Deinen Bericht!

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