Strickcafe
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Spaß am Bloggen (Strickcafé)

Das Wochenende steht vor der Tür – Zeit für das Strickcafé No. 174! Heute gibt es viel Text und wenig Bilder – ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Aktuell läuft noch bis Ende März der Feinmotorik-Knit Along. Es ist etwas knapp, noch einzusteigen, weil der KAL ja schon zu einem Drittel herum ist, aber wer ganz schnell ist, kann vielleicht noch als Nachzügler einsteigen. Gestrickt wird das neue Design Lift me Up von Julia – das ist ein Set aus einem Tuch mit einer Mütze. Wer es nicht schafft, kann das Tuch aber natürlich auch einfach so stricken.

Über diese Meldung habe ich letzte Woche gestaunt: Das Magazin Brigitte Kreativ wird eingestellt – nach gerade mal zwei Jahren. Man habe keine genügend große Fangemeinde entwickeln können, meldete Brigitte Kreativ mit dürren Worten – das war´s. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob das ein Zeichen dafür ist, dass nun der Strickbook zu Ende geht oder nicht, denn man könnte es fast meinen. Ich glaube mittlerweile aber, dass das nicht der Grund ist. So wie ich die Strickszene beobachte, hat sich einfach nur die Zielgruppe altermässig verlagert und Brigitte Kreativ hat das einfach nur zu spät erkannt und nicht darauf reagiert. In meiner Wahrnehmung sind es nämlich weniger die 20 bis 30jährigen, die stricken, sondern eher Frauen ab Mitte 40 aufwärts und zwar bis zum offenen Ende. Ich sehe das ja an meinen Kunden, online und offline, die meisten sind älter als ich, einige gleich alt und die wenigstens jünger. Ich habe außerdem viele Wiedereinsteigerinnen, die nach langer Pause genau jetzt mit dem Stricken wieder anfangen, während aber die jüngeren, die beim ersten Strickboom 2012, 2013 und 2014 mitgemacht hatten, nun wieder aufgehört haben. Genau das aber war die Zielgruppe von Brigitte Kreativ – die Anleitungen waren immer sehr modisch und trendig. Mir hat das gut gefallen, aber ich glaube einfach, dass sich ältere Leserinnen darin nicht mehr wiedergefunden haben. Und wer sich zudem an die tollen Kreativ-Strecken in den 90ern in der Brigitte noch erinnert, war vielleicht von dem, wie das heute präsentiert wurde, auch ein wenig enttäuscht.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich selber schon länger nicht mehr ins Heft geguckt hatte. Ich kaufe kaum noch Häkel- oder Strickzeitschriften, sondern lese mittlerweile eigentlich nur noch im Netz. Einfach, weil ich mich dort mit anderen austauschen kann und direktes Feedback bekomme. Einzig interessant finde ich Musterbücher und Zeitschriften im Ausland, da schlage ich dann doch gerne mal zu. Ich glaube, dass es den meisten anderen auch so geht, die Kommunikation hat sich komplett ins Netz verlagert. Das sind aber nur meine Beobachtungen, ich kann natürlich auch völlig falsch liegen. Mit großer Spannung erwarte ich daher die Zahlen, die die Initiative Handarbeit immer Ende März vorlegt – Jahr für Jahr gibt´s hier ja die neuen neuen Statistiken rund ums Handarbeiten und das ist immer sehr aufschlussreich. Dann wissen wir auf alle Fälle mehr!

Wie haltet Ihr es eigentlich mit Instagram so? Diese Woche hatte Jutta vom Häkelfieber in ihrem Blog geschrieben, dass sie keine Lust mehr auf Instagram hat, sondern sich lieber wieder vor allem um Ihr Blog kümmern möchte: “… hatte ich zunehmend das Gefühl, das mein Fabriziertes sich vom Gefühl her aushöhlt. Beim Häkeln setzte sich ab und an Frau Kommtdasgutan neben mich. Beäugte mein Stück und monierte dass ein schnellerer Output auch nicht von schlechten Eltern wäre. Frau Kommtdasgutan ging mir zunehmend auf den Keks. Wenn du das Gefühl hast, jemand schaut dir über die Schulter – nicht so prickelnd.” Ich finde das sehr schade, denn ich glaube, dass das eine das andere nicht behindern muss. Bei mir selber ist es so, dass ich beides nutze, aber eben jedes anders. Auf Instagram poste ich eher intuitiv und spontan das, was mir gerade gefällt, ohne mir da allzuviele Gedanken darüber zu machen. Klar weise ich natürlich auch auf Sachen aus meine Shop hin, aber ich habe da kein besonderes Konzept. Zu sehen gibt es also immer das, was ich gerade schön finde oder womit ich mich gerade beschäftige. Ich poste mittlerweile außerdem echt gerne Stories, ich finde das witzig, sich so kurz fassen zu müssen und nach 24 Stunden ist der Beitrag dann einfach wieder weg.

Im Blog dagegen kann ich mich natürlich ausführlicher einem Thema widmen, daneben schreibe ich einfach sehr gerne. Und auch, wenn sich mein Blog im Laufe der Zeit sehr verändert hat, nämlich vom privaten Hobbyblog zu einem, ja, ich weiß jetzt nicht genau zu was, zum einem Blog halt, für das es nun auch einen Shop gibt, liegt mir das Schreiben nach wie vor sehr am Herzen, außerdem kann ich mir hier ausführlicher mit Themen beschäftigen. Vermutlich habe ich hier auch ganz andere Leser als auf meinen anderen Plattformen. Ein Konzept oder einen Redaktionsplan habe ich übrigens nicht, ich schreibe einfach, wenn ich was zu erzählen habe und gut. So macht es mir am meisten Spaß und ich denke, das ist halt auch das allerallerallerwichtigste – beim Bloggen oder auf Instgram und Co:  Spaß am Erzählen, am Zeigen und am Austauschen mit anderen haben. Einen Wettbewerb habe ich auf Instagram übrigens nie empfunden und ich gucke auch nicht, ob andere schöner oder besser posten oder tollere Sachen zeigen. Jeder einfach so, wie er mag und kann. Ich ziehe da eher Inspiration für mich heraus oder gucke, was gerade Trend ist. Wie auch immer, ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf neue Blogbeiträge von Jutta, bei ihr lese ich nämlich immer sehr gerne mit und eigentlich ist es mir ganz egal, wo, hauptsache, es gibt was Neues. So!

Jetzt noch etwas Praktisches zwischendurch: Wie kann man herausfinden, welche Nadelstärke für ein Garn geeignet ist, wenn man die Banderole verloren hat? Crasy Silvie hat dazu ein hilfreiches Video auf Youtube veröffentlicht und zeigt, wie man das ganz einfach mit einer Nadellehre herausfinden kann: Einfach nur das Garn locker doppelt verdrehen und dann auf der Nadellehre gucken, welcher Nadelstärke das entspricht. Top!

So, das war´s mit dem Strickcafé! Heute gab es viel Text, aber ich hatte ja auch so einigs zu erzählen. Ich werde heute mal noch die Farben vom fertigen Rock in Rows vernähen, außerdem habe ich ein neues Sommertuch angenadelt, an dem ich nachher gerne weiterstricken möchte.

Allen ein schönes Wochenende!

6 Kommentare

  1. Ich liebe schöne, ästhetische Bilder! Für mich ist Instagram daher das perfekte soziale Netzwerk, wo ich doch mit Facebook und Twitter eher wenig anfangen kann!
    Druck empfinde ich bei Instagram tatsächlich keinen – so lange meine Bilder meine eigenen ästhetischen Ansprüche erfüllen, bin ich fein damit.
    Liebe Grüße, Katha

  2. Guten Morgen Daniela, obwohl ich bei Instagram angemeldet bin, poste ich sehr wenig. Ich sehe für mich den Sinn nicht,warum ich noch mehr Zeit online verbringen soll, in der ich lieber anderen Hobbys nachgehen kann. Mein Blog und meine Facebook Gruppen reichen mir völlig Wobei mir Facebook zunehmend auf die Nerven geht, weil ich ständig auf der Suche nach den neusten Einträgen bin. Bis vor kurzem war das kein Problem, aber seit der Facebook Änderung nervt es mich nur noch. Ich finde es natürlich schade, das deine Treffen pausieren, habe ich sie doch gerade erst kennen gelernt Aber jeder Mensch braucht auch Pausen um neue Kraft zu tanken. Deshalb ist es wichtig, dass du auf deinen Körper hörst Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Marion

  3. Instagram ist eine andere Welt, wenn man sich allerdings unter Druck fühlt, dann eben nur noch eines. Ich mache, wie es mir gefällt und halte es wie Pipi L.
    Die KAL’s sind ja interessant. Aber auch die können unter Druck setzen. Ich schaue trotzdem mal hinüber…
    Schönes Wochenende
    Andrea

  4. Inge sagt

    Ich liebe Instagram, lasse mich aber auch nicht stressen – so unter dem Motto: jetzt muss ich unbedingt mal wieder was posten! Wenn ich nichts fertig habe, poste ich nichts. Aber ich liebe es meine timeline zu erkunden, zu sehen was so “in” ist und mich inspirieren zu lassen.
    Über Instagram habe ich auch einige Blogger kennengelernt, die ich jetzt gerne lese.
    Selbst blogge ich auch erst seit kurzen (wieder) und schreibe dort, was für Instagram zu ausführlich wäre.

    Liebe Grüße von der Pommernsocke

  5. Ich denke nicht dass der Strickboom nachlässt, Zeitschriften haben es jedoch durch die Konkurrenz im Netz zunehmend schwerer. Bei Instagram bin ich nicht vertreten, da ich kaum Fotos mit dem Smartphone mache (ja, theoretisch kann man die Fotos der Kamera aufs Handy importieren, ist mir aber zu umständlich). Ich blogge immer dann, wenn ich Lust habe, ist für mich ja eine rein private Angelegenheit.
    LG
    Ingrid

  6. Verena sagt

    Hallo! Ich habe mir das Kit bestellt in der Farbe Schwarzwälder Kirsch und bin sehr begeistert. Die Farben sind traumhaft schön und das Garn strickt sich ganz wunderbar. Ich brauche auf jeden Fall ganz schnell wieder Nachschub!

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