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Auf den Nadeln: Ley Lines von Joji Locatelli

Auf den Nadeln: Ley Lines von Joji Locatelli

Heute möchte ich Euch mal wieder ein bisschen aus meiner eigenen Strickpraxis berichten und erzählen, was ich selber auf den Nadeln habe. In den letzten Tagen war ich nämlich durchgehend zu Hause und hatte somit richtig Zeit zum Stricken. Ich hatte mir am Mittwoch einen gemeinen Hexenschuss geholt und konnte daher nicht in den Shop. Daneben ist in Köln ja noch Karneval und somit natürlich so etwas wie Ausnahmezustand, bzw. Dauer-Feiertag. Genügend Zeit also zum Stricken und die habe ich trotz der Ungemütlichkeiten in meinem Rücken sehr genossen. Bei mir kommt das leider immer viel zu kurz, weil wir im Shop normalerweise durchgehend alle Hände voll  zu tun haben.

Auf den Nadeln: Ley Lines

Beim letzten Ladensamstag trug eine meiner Kundinnen das Ley Lines-Tuch von Joji Locatelli. Ich hatte mich sofort in das tolle Rippenmuster-Tuch schockverliebt, denn ich liebe Streifen wie Rippenmuster über alles. Und die Konstruktion finde ich witzig: Dadurch, dass die Zunahmen fürs Dreieckstuch an verschiedenen Stellen im Tuch gestrickt werden, verschieben sich die Rippen und es entsteht eine spannende Struktur. Es ist außerdem das ideale Tuch, um ein besonders elegantes, einfarbiges Garn ideal zur Geltung zu bringen. Ich hatte mir also gleich am Samstag noch die Anleitung auf Ravelry gekauft. Die gibt´s dort übrigens nur auf Englisch, aber wer damit Schwierigkeiten hat, kann einfach in meinen letzten Blogpost schauen, denn da hatte ich über englische Strickanleitungen geschrieben und Tipps gegeben, wie man damit besser arbeiten kann, wenn man im Englischen nicht so fit ist: Englische Strickbegriffe – Keine Angst vor englischsprachigen Anleitungen

Einen Substituten aussuchen

Joji hat drei Knäuel Garn mit einer Lauflänge von 350m/100g verstrickt. Ich wollte natürlich lieber etwas aus meinem Shop verwenden. Also ging ich mit Hilfe meiner Shopfilter auf die Suche. Ihr findet im Shop ganz rechts ja die Möglichkeiten, Euch meine Garne sortiert nach Lauflänge anzeigen zu lassen. Ich finde das die beste Möglichkeit, Garne zu filtern. Manchmal kann man ja nach Garnstärke oder Nadelstärke filtern, aber das finde ich ein bischen unpraktisch, wenn man sich auf die Suche nach einem Substituten, also einem Ersatzgarn, macht. Man muss umrechnen, bzw. hat die Nadelstärke selten etwas mit dem zu tun, was man selber stricken möchte.

Bei Tücherstricken muss so ein Substitut nicht unbedingt die gleiche Lauflänge wie das Originalgarn haben, denn viele Anleitungen kann man so lange weiterstricken, wie man mag, also länger oder kürzer. Bei Ley Lines geht das nicht, aber es reicht trotzdem, ein Garn der ungefähr gleichen Lauflänge zu nehmen. Wenn Ihr übrigens eine Pullover-Anleitung mit einem anderen Garn nachstricken möchtet, ist das natürlich nicht so einfach. Hier muss man immer unbedingt eine Maschenprobe machen und diese auch waschen und spannen, weil selbst Garne mit der gleichen Zusammensetzung oder Lauflänge verstrickt ganz anders verhalten können, was immer mit der Art der Herstellung des Garns zu tun hat. Wer sich damit näher befassen möchte, sollte mal in der aktuellen Ausgabe der Designer Knitting reinschauen, da gab es einen sehr interessanten Artikel zu genau diesem Thema.

Aber zurück zu meinem Tuch. Ich kam bei der Lauflänge “301 bis 400m” auf ganze 27 Garne. Sockengarne, mehrfarbige Garne und Tweed flogen aber gleich mal raus, außerdem alles, was flauschig ist sowie alles, was ich gerade erst verstrickt hatte. Übrig blieben für mich Serena von Manos, Ayni von Amano, Modena von Lamana, Wool Finest von Schoppel, Titus von baa ram Ewe, Tynn Alpakka Wool von Sandnes sowie Rowan Finest von Rowan, sechs richtig schöne Garne mit hübschen Grautönen und Grau sollte mein Tuch auch werden.

Serena, Rowan Finest und Ayni kamen letztlich in die engere Wahl: Bei Rowan Finest finde ich sensationell, dass es in der aktuellen Palette einfach nur vier Grautöne gibt und mehr nicht, fertig. Das ist cool. Die Zusammensetzung aus Wolle, Alpaka und Kaschmir ist außerdem sensationell und ich hätte es auch sofort genommen, allerdings habe ich es aktuell nicht im Lager vorrätig. Ich hätte also erst bestellen müssen, aber ich wollte ja sofort losstricken.

Serena setzt sich aus Alpaka und Baumwolle zusammen und hat einen tollen Griff. Damit will ich unbedingt ganz bald etwas stricken, zumal ich gerade erst noch so viele schöne neue Farben bekommen hatte. Die beiden Grautöne waren mir hier aber einen Hauch zu dunkel, genau wie bei Titus von baa ram ewe übrigens auch. Ich mag Dunkelgrau als Farbe sehr, aber zum Stricken abends ist es mir dann doch etwas zu anstrengend. Mein Tuch wollte ich außerdem auch gerne im Frühling tragen und so habe ich mich letztlich für Ayni in der Farbe Quarzgrau entschieden.

Ayni von Amano

Die Garne von Amano habe ich seit letztem Jahr im Shop, aktuell sind sie in Deutschland noch nicht so bekannt, man sieht sie jedenfalls auf Instagram und Co. noch nicht so häufig verstrickt. Sie kommen direkt aus Peru und haben alle sehr natürliche Zusammensetzungen mit viel Alpaka, Baumwolle, Lama, Merino und Seide. Das Merino ist selbstverständlich wie alle meine Merinogarne im Shop immer mulesingfrei.

Ayni selber setzt sich aus 80% Alpaka und 20% Seide zusammen und hat eine Lauflänge von 200m auf 50g, das Knäuel kostet 13,90 Euro, >mehr Infos zum Garn hier. Es ist ein wenig feiner, strickt sich aber weg wie Butter und sieht sehr edel aus. Und weich ist es! Seide macht Garne ja immer so schön glatt und gibt einen feinen Schimmer, ich finde das gerade für Tücher immer toll.

Also habe ich erstmal eine kleine Maschenprobe gestrick, um herauszufinden, welche Nadelstärke für mich passt. Mit 4 sah das Gestrick bei mir etwas zu locker, so wurde es eine 3,5. Das ist natürlich sehr fein, aber ich denke, die Arbeit wird sich lohnen. Das Tuch muss später unbedingt gespannt werden, Ihr seht selber, dass das Gestrick momentan ein wenig unregelmässig aussieht. Das liegt nicht an mir, ich bin stricke eigentlich immer extrem gleichmässig, das macht hier einfach das Garn. Aber das wird sich dann mit dem Waschen und Spannen ganz schnell verlieren. Kennt Ihr die >Lazadas-Spanndrähte aus meinem Shop schon? Die sind zum Spannen von Tüchern perfekt, weil man damit ganz gerade Seitenkanten ohne Zipfel hinbekommt. Ich habe aktuell wieder alle Größen übrigens vorrätig.

Ich stricke übrigens mit meinen neuen Chiagoo-Nadeln und bin sehr happy damit. Bevor ich sie in den Shop aufnehme, wollte ich sie erst einmal in Ruhe testen und habe mir daher die Bambusnadeln sowie die Nadeln mit Metallspitzen mitgenommen. Die Bambusspitzen sind schön spitz, aber mit den Metallnadeln kann ich schneller stricken. Die Seile verdrehen sich nicht, sondern drehen sich in der Fassung mit, was ich sehr super finde. Das klappt übrigens auch bei ganz langen Seilen, ich hatte nämlich nochmal parallel in den letzten Tagen ein neues Julietuch auf den Nadeln und konnte das da ausprobieren.

Ich weiß aktuell noch nicht so genau, wieviel Garn ich insgesamt für das Tuch brauchen werde, 250 Gramm aber garantiert. Es muss also noch ein bisschen gestrickt werden. Ab morgen geht´s allerdings wieder in den Laden… ich hoffe, ich kann mir mein Stricktempo in den nächsten Tagen trotzdem beibehalten. Drückt mir die Daumen!

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Englische Strickbegriffe

Englische Strickbegriffe oder: Keine Angst vor englischsprachigen Strickanleitungen

Englische Strickbegriffe – wer gerne strickt, kommt nicht darum, sich mit diesem Thema früher oder später zu beschäftigen. Viele Strickdesigner kommen aus den USA, Großbritannien oder anderen fremdsprachigen Ländern, Stricken ist schließlich ein international. Nachdem es in meinem Shop nun auch einige Anleitungen nur auf englisch gibt, bekomme ich ab und an E-Mails mit der Frage, ob es denn diese Anleitungen nicht in einer deutschen Übersetzung gäbe, weil man damit nicht so gut zurecht kommt. Nun kann ich natürlich nicht einfach Anleitungen anderer Designer übersetzen. Aber ich kann ein paar praktische Tipps zum Umgang mit englischsprachigen Strickanleitungen geben, die das Stricken damit für Strickanfänger ein wenig einfacher machen kann.

1. Englische Anleitungen sind einfacher

Zu allererst: Niemand muss wirklich Angst vor englischsprachigen Anleitungen haben, denn sie sind in der Regel besser zu verstehen als deutschsprachige, weil sie meistens logischer aufgebaut und einfacher geschrieben sind. Ich selber habe zum Beispiel aufgrund einer Dyskalkulie (Schwiergkeiten mit Mathe) ganz oft Probleme damit, schriftliche Erklärungen zu verstehen. Als ich zum ersten Mal mit einer englischen Anleitung strickte, war es für mich daher fast eine Offenbarung. Denn damit konnte ich sehr viel besser arbeiten, weil nicht mit Text erklärt wird, was zu stricken ist, sondern mit Zeichen und Abkürzungen. Und diese sind dazu ebenfalls einfacher als die deutschen zu verstehen: “P2” zum Beispiel bedeutet “2 links”. Im Englischen wird also zuerst gesagt, was ich stricken muss und dann erst, wieviel davon. Stricken hat daneben in den USA und in Großbritannien eine andere Tradition als in Deutschland, so dass auch Anleitungen lange Zeit deutlich professioneller verfasst worden sind als noch vor ein paar Jahren bei uns. Denn hier gab es schon sehr viel länger gewisse Standards, an die sich die Designer hielten.

2. Anleitungen auf Ravelry kaufen

Strickanleitungen in Büchern sind oft etwas zusammengekürzt, weil Verlage mit den Seiten in einem Buch sehr streng kalkulieren müssen. Das kann auf Kosten der Anleitung gehen. Wenn der Platz eng wird, muss gekürzt werden und das geht dann oft aus Kosten der Anleitung. So fliegt dann halt auch mal eine Skizze heraus, auf der zum Beispiel die Form des Tuches und die Strickrichtung hätten gezeigt werden sollen. Informationen, die auf den Fotos mit den fertigen Modellen ja nicht erkennbar sind. Das ist auf einer digitalen Anleitung natürlich anders. Platz spielt hier in der Regel keine Rolle, während die Designer sich natürlich viel Mühe geben, eine möglichst gute Anleitung zu schreiben, damit möglichst viele sie nachstricken oder weiterempfehlen.

Ich kaufe daher meine Anleitungen prinzipiell am liebsten bei Ravelry, der weltweit größten Plattform rund ums Häkeln und Stricken. Ich kann jetzt hier keine Einführung zu Ravelry geben, aber: Wer noch keinen Account dort hat, sollte sich dringend einen zulegen. In Bezug auf Anleitungen kann man jedenfalls sagen, dass alle, die hier veröffentlicht wurden, tatsächlich gut geschrieben wurden und auch funktionieren. Weitere Pluspunkte von Ravelry: Für gekaufte digitale Anleitungen bekommt man automatische Update, falls es Änderungen geben sollte. Fast alle Designer bieten außerdem eigene Gruppen an, in denen man sich mit anderen austauschen kann oder weitere Hilfestellungen findet. Und nicht zuletzt kann man schauen, wie andere User die Anleitung nachgestrickt haben und so weitere Informationen zu Garnalternativen und Co. finden. Es gibt natürlich auch noch weitere Portale, ich persönlich würde aber zu Ravelry raten, weil sie einfach die besten Funktionen anbietet.

3. Aufbau der Anleitung checken und sich einen Überblick verschaffen

Wer sich nun eine Anleitung besorgt hat, sollte nicht gleich damit anfangen, sie komplett zu übersetzen, vor allem nicht, wenn man mit dem Englischen Schwierigkeiten habt. Verschafft Euch erst einmal einen Überblick. Anleitungen sind in der Regel gleich aufgebaut: Neben allgemeinen Infos zum Projekt und vielleicht zum Designer gibt es Angaben zu Nadeln, Garn und Maschenprobe. Irgendwo gibt es außerdem immer einen Bereich, in dem die verwendeten Strickbegriffe, bzw. deren Abkürzungen erklärt werden. Erst dann folgt die eigentliche Anleitung, meist gegliedert in einzelen Bereiche.

4. Die Anleitung übersetzen

Wenn es mit dem Englisch lesen nicht so klappt: Nutzt für die allgemeinen Infos doch einfach einen Online-Translator. Macht Euch ein neues Textdokument auf und schickt nach und nach die einzelnen Info-Blöcke der Anleitung durch den Translator. Der Google-Translator zum Beispiel ist gut, etwas bessere Ergebnisse liefert Deepl Und auch, wenn Fachbegriffe selten wirklich korrekt übersetzt werden: Das kann trotzdem helfen, sich einen ungefähren Eindruck von dem zu bekommen, was die Designerin oder der Designer erzählen möchte und um was es überhaupt geht.

5. Englischsprachige Strickbegriffe übersetzen

Als nächstes nehmt Ihr Euch den Infoblock für die verwendeten Strickbegriffe und ihre Abkürzungen vor. Diese kann ein Translator natürlich nicht übersetzen. Ist aber kein Problem, denn dafür gibt es im Netz natürlich auch Hilfestellungen. Auf vielen Seiten gibt es Übersetzungen dieser Strickbegriffe ins Deutsche, einfach mal googeln. Arbeitet damit die Liste in Ruhe durch. Beachtet dabei: Designer verwenden oft unterschiedliche Schreibweisen für ein und die selbe Sache. Was daher vielleicht anfangs Verwirrung stiftet, löst sich daher meistens ganz schnell von alleine auf, weil man merkt, dass der Begriff eine bereits bekannte Sache nur anders beschreibt. Versteht man trotzdem nicht, was gemeint ist: Auf Youtube gibt es zu praktisch allen Maschen Videos, in denen sie erklärt werden und auch wenn sie auf englisch sieht, kann man damit immer etwas lernen.

Daneben gibt es für an sich gleiche Maschen oft verschiedene Möglichkeiten, sie zu stricken. Zunahmen können zum Beispiel durch Umschläge, zweimaliges Abstricken von vorne und von hinten (kfb) einer Masche oder durch Aufnahmen durch den Querfaden gemacht werden, der dann rechts oder vielleicht sogar rechts verschränkt gestrickt wird. Gleiches gilt für Randmaschen oder die ersten Reihen eines Tuches, hier strickt auch jeder anders. Manchmal kann man einfach zu seiner bevorzugten Methode switchen. Dabei allerdings beachten, dass das Ergebnis dann natürlich auch ein klein wenig anders aussehen wird. Zunahmen durch Umschläge ergeben zum Beispiel ein kleines Lochmuster, Zunahmen durch kfb aber eben nicht.

6. Suchen und ersetzen

Mir geht es oft bei Anleitungen – englischen wie auch deutschen – so, dass ich zwar absolut weiß, was zu tun ist, aber dass mir die Art der Schreibweise Probleme macht. Ich selber schreibe in meinen eigenen Anleitungen zum Beispiel immer zwischen die Maschen einen langen Strich und komme nicht so gut damit klar, wenn jemand das mit Kommas macht. Das hat einfach mit meiner Dyskalkulie zu tun. Was mache ich dann? Ich nutze dann die Word-Funktion “Suchen und Ersetzen” und lasse einfach alle Kommas durch schöne lange Gedankenstriche ersetzen und schon kann ich damit sehr viel einfacher arbeiten. Klingt albern, aber wenn es hilft, ist es doch super. Das kann man natürlich auch mit englischen Abkürzungen machen und zum Beispiel alle “P2” durch “2 Links” oder was auch immer man mag, ersetzen lassen.

7. Aller Anfang ist schwer, aber danach läuft es

Eine Erfahrung habe ich immer wieder gemacht: Die ersten paar Reihen eines neuen Projekts sind oft die kompliziertesten. Man braucht einfach imemr eine Weile, um mit einem neuen Projekt warm zu werden. Anfänge sehen außerdem gerade bei Tüchern immer etwas komisch und nicht so hübsch aus. Erst nach einigen Reihen entfaltet sich das Muster und man kommt in einen guten Strickrhythmus. Viele Tücher fangen zum Beispiel damit an, dasss man zwei Maschen anschlagen und dann einige Reihen hin- und herstricken soll, das Teil dann um 90 Grad dreht und nun durch Einstechen in die Randmaschen neue Maschen aufnimmt. Das sieht danach immer ganz furchtbar aus (bei mir jedenfalls), nach ein paar Reihen sieht man aber von den Unregelmässigkeiten praktisch nichts mehr. Als erst einmal nicht von so etwas beirren lassen, sondern in Ruhe weiterstricken und abwarten, bevor man den Anfang entnervt aufribbelt. Nach ein paar Reihen sieht man davon nämlich meistens praktisch nichts mehr.

Das waren ein paar Tipps aus meiner eigenen Strickpraxis zum Umgang mit englischen Strickbegriffen und englischsprachigen Anleitungen. Ihr habt sicher noch einige weitere auf Lager? Schreibt einfach Eure Tipps unten in die Kommentare!

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Strickcafe 207

Strickcafé 207

Das Wochenende steht vor der Tür – Zeit für eine neue Folge Strickcafé! In dieser Rubrik erzähle ich Euch seit 2012 Woche für Woche, was es Neues im Blog und im Shop gibt, ich stelle Euch neue Garne und schöne Dinge rund ums Häkeln und Stricken vor und berichte über spannende Veranstaltungen und alles, was ich für erzählenswert halte. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Darüber freue ich mich gerade wie wahnsinnig: Das Magazin Designer Knitting werden die meisten von Euch kennen – es ist die deutschsprachige Version der Vogue Knitting, die seit letztem Jahr in Deutschland erscheint. Ein tolles Magazin randvoll mit Inspirationen, Anregungen und tollen Anleitungen.

Die letzten Ausgaben hatte ich natürlich mit Vergnügen gelesen, umso mehr freue ich mich darüber, dass in der neuen Ausgabe nun ein ganz toller Bericht über Gemacht mit Liebe erschienen ist. Wer reinschauen möchte: Das Magazin gibt es seit Donnerstag am Kiosk, der Beitrag ist auf Seite 20.

Ich sitze momentan an gleich zwei Strickprojekten. Zum einen ist da noch das halbfertige Dreieckstuch aus Lamana Como in der Farbe Salbei. Ich hatte nun mit dem Muster ein wenig herumprobiert, muss aber wohl nochmal ribbeln, weil das Muster irgendwie nicht so ganz passt. Was habe ich also gemacht? Richtig: Einfach ein neues Projekt angefangen. Ihr kennt das ja alle. Es wird ein neues Julie-Tuch, das es bisher in der Version mit Asia von Lang Yarns schon als Strickkit im Shop gab. Nachdem Lang nun angefangen hat, Asia nach und nach auslaufen zu lassen und ich jede Woche neue Mails bekomme, welche der Farben nun schon wieder aus dem Angebot herausgeflogen sind, war es Zeit für eine neue Julie-Variante. Asia wird es natürlich noch eine Weile geben, aber eben nicht mehr alle Farben und einige nur noch begrenzt. Ich hatte es neulich schon geschrieben: Wer sich mit Asia nochmal eindecken möchte oder das Original-Julie-Tuch stricken wille, sollte bald im Shop zugreifen.

Julie jedenfalls ist ganz einfach, es  ist ein unkompliziertes halbrundes Tuch mit einer schönen Rippenborte, das ich gemütlich abends nebenher beim Seriengucken wegstricken kann. Für meine neue Version habe ich mich für Puna von Amano entschieden, denn Julie ist das perfekte Tuch, um ein so feines Garn gut zur Geltung zu bringen. Ich mag ja sowas wie Mosaikmuster oder Perlmuster immer nicht, weil sie immer die schönen Garne völlig verschlucken, so dass man zwar vieles, aber selten so wirklich das Garn zu sehen bekommt.

Schon lange schleiche ich um dieses feine Garn von Amano herum – es ist aus 100 % Baby Alpaka und hat eine Lauflänge von 250 Metern auf 100g, also ein nicht ganz so dünnes Garn, mit dem man beim Stricken ganz gut vorankommt. Es ist wunderbar weich und fühlt sich ganz toll an, ich liebe ja Alpakagarne über alles. Gewählt habe ich die Farbe Lila. Ich bin ja sonst immer eher bei Grau, Grün und Gelb, aber irgendwie hat mich das Lila dann so angelacht. Und die Farbe steht mir außerdem auch prima. Ich freue mich jedenfalls schon sehr aufs Tragen. Wer sich für Puna interessiert, kann sich hier mal die Farben und weiteren Infos angucken: >Zu den Garnen und Kits von Amano

Ich stricke übrigens gerade mit den neuen Pony Flair Nadeln und die sind toll – vorne an der Spitze sind sie ja unlackiert, also ein ganz klein weniger rauh. Da, wo man die Daumen hat, bzw das Garn, wenn man richtig schnell strickt, ist dann die Farbe und hier sind sie dann schön glatt. Ich musste mich erst daran gewöhnen, schwöre aber mittlerweile darauf. Tolle Nadeln! Ich habe davon alle Größen auf Lager, wenn Ihr mal testen möchtet, außerdem gibt es bei mir die Nadelsets mit den Nadeln in allen Größen. >Zum Angebot von Pony

In dieser Woche habe ich ein bisschen gestaunt: Eine Kundin hatte eine der niedlichen Mini-Scheren von Cohana gekauft und wollte sie zurückschicken. Sie schrieb, dass ihr die Schere nicht gefalle, weil sie so mini sei. Jetzt steht die Größe natürlich in der Produktbeschreibung, vielleicht hat sie das einfach nur übersehen, trotzdem, doof ist das natürlich schon, zumal ich nun eine enttäuschte Kundin habe. Die Cohana Minischere jedenfalls ist wirklich supermini, sie misst nämlich gerade mal vier Zentimeter. Und das ist auch volle Absicht, denn das macht sie so praktisch, weil sie damit immer in wirklich jede Tasche passt. Man kann sie sogar mit ins Flugzeug nehmen. Versucht das mal mit einer normalen Papier- oder Stoffschere. Man muss die Minischere übrigens auch gar nicht extra verpacken, damit sie nicht von allein etwas in der Tasche zerschneidet, dafür gibt es das kleine handgenähte Leder-Mini-Mäntelchen für die Spitze.

Wem die Minischere trotzdem zu mini sind: Ich habe natürlich auch größere Garnschneider. Von Cocoknits gibt es elegante in schwarz und von Cohana habe ich welche, die kostbare umwickelte Griffe haben. Die Minischere eignet sich übrigens nicht, um damit Papier zu schneiden oder Basteleien durchzuführen, man sollte sie tatsächlich einfach nur als Garn- und Fadenschneider verwenden. >Hier geht´s zum Angebot von Cohana

 

Im letzten Strickcafé hatte ich Euch neue Anleitungen für meine Garne aus Manos gezeigt. Nicht dabei war der schöne gelbe Sage Smudging Scarf, da hatte ich nämlich die original verstrickte Farbe noch nicht auf Lager und wollte daher erst noch abwarten, bis das Garn wieder da ist. Eine große Lieferung kam nun diese Woche und da war dann auch Alegria mit dabei. Bisher hatte ich im Shop Alegria vor allem in den bunten Farben. Ganz wunderschön sind aber auch die einfarbigen Variante und darum habe ich noch aufgerüstet. Spirulina kennt Ihr schon, das ist das etwas grünlichere Gelb. Nun habe ich auch Turmeric, ein wärmers Gelb, fast ein bisschen wie Curry, außerdem Musgo, ein leicht moosiges Grün, dann Kohl, ein schöner Grauton mit Abstufungen und Rosa, ein etwas wärmeres Rosa. Ganz tolle Farben, die auch alle miteinander kombiniert werden können. Für alle, die Gelb lieben, gibt es somit nun für den Sage Smudging Scarf die Originalfarbe auf Lager – das ist der linke Schal mit dem hübschen Lacemuster. Und, tadaaaa, ich habe auch endlich wieder Silk Blend Fino in Filgree für das gelbe Dreieckstuch Onete bekommen können. Nach der Farbe wurde ja ganz oft gefragt, nun habe ich sie endlich wieder da. Wieder nur in kleiner Auflage wie immer, wer sich etwas sichern möchte, sollte nicht zu lange warten.

Beide Tücher werden übrigens mit nur einem Strang gestrickt – wer mag, kann aber natürlich noch verlängern und einen längeren Schal oder ein breiteres Tuch stricken. Bitte beachtet, dass die Anleitungen für beide auf Englisch sind und es keine deutschen Übersetzungen gibt. >Die Garne und die Kits von Manos del Uruguy findet Ihr hier

Im Shop sind mir übrigens letzte Woche zwei Fehler aufgefallen. Und einer davon auch nur, weil jemand von Euch Lesern so lieb war, mir einen Tipp zu geben, denn ich selber hätte das sonst nie gemerkt. Perla von Lamana war deutlich teurer und auch die Häkelnadelsets von Opry hatten einen falschen Preis. Das ist nun korrigiert und Ihr dürft Euch freuen, denn so kosten die Nadelsets nun praktisch die Hälfte vom alten Preis … das ist natürlich doof gelaufen, aber leider passiert so etwas ab und an. Umso besser, wenn Ihr mitdenkt und mich auf so etwas hinweist. Ich hatte mich außerdem schon gewundert, warum keiner die tollen Nadeln wollte, denn ich häkle zur Zeit selber viel damit und finde sie richtig klasse…

Das Nadelset mit den dünneren Nadeln kostet 19,95 Euro (zehn Nadeln), das mit den Nadeln von Stärke 2 bis 8 21,95 Euro (11 Nadeln). Und Lamana Perla pro Knäuel natürlich 7,50 Euro.

Wer es zwart und fein mag, sollte sich vielleicht die Farben von Gaia mal anschauen. Es ist aus 100 Prozent Baumwolle, die zu einem feinen Schlauch verarbeitet wurde. Das Garn wurde dabei aber glaube ich etwas lockerer gehalten, so dass der Schlauch zwar voluminös ist, aber eben auch nicht so steif, sondern ganz weich. Ich finde das ganz toll, denn viele reine Baumwolllgarne sind ja immer gleich so fest und rauh. Mit Gaia könnt Ihr somit problemlos Babysachen stricken und häkeln. Es ist aber auch ein schönes Garn für Homeaccssores, vielleicht für ein Kissen oder eine Decke.

Auf meinem Schreibtisch jedenfalls habe ich seit Tagen diese kleine Kiste stehen und denke ständig, dass ich die Farbkombi so toll finde: 094 Offwhite, 048 Altrosa, 039 Camel, 065 Pink und 061 Orange. Mal sehen…  Gaia hat eine Lauflänge von 130m/50g und kostet pro Knäuel 5,50 Euro. >Hier geht´s zum Garn

Einen Buchtipp habe ich heute außerdem für Euch: Susanne, die Ihr alle unter dem Namen Susi Strickliesel kennt, hat ein tolles Buch herausgebracht. Monat für Monat kommen ja ständig neue Strickbücher heraus, so viele, dass man sie fast durcheinader bringen kann, weil sich viele davon einfach sehr ähneln. Es gibt halt immer ein paar neue Anleitungen für eine Hand voll Modelle, die von irgendwelchen jungen Modelmädchen lasziv getragen fotografiert werden und fertig ist das Strickbuch. Und es ist ein bisschen langweilig, denn über die Designs oder die Designer erfährt man in diesem Büchern praktisch nie etwas. Das geht aber auch ganz anders und Knit Happens ist so ein Buch, in dem das endlich ganz neu umgesetzt wurde.

Es ist nämlich nicht nur einfach ein Strickbuch, sondern tatsächlich auch eins über Social Media mit supervielen Tipps rund um Youtube, Instagram und Co. Und daneben erzählt Susi über sich selber und über ihren Job als Casting & Production Associate bei einem großen Musical-Veranstalter in Köln. Das ist sehr interessant und selbst als alter Social Media-Hase kann man da noch eine ganze Menge dazulernen. Das Buch bekommt also meine klare Kaufempfehlung. Wenn Ihr es Euch bestellen möchtet: Bestellt es in Susis Shop und nicht auf Amazon, nur so hat sie auch ein wenig etwas von den Einnahmen. >Hier geht´s zu Susis Shop

Ich finde auch super, dass Susi so viel Wissen teilt, das machen leider die wenigsten, die so aktiv im Netz unterwegs sind. Ich weiß nicht, ob das Hashtag auf sie zurückgeht, aber sie postet sehr viel zum Thema #supportistkeinmord und das bedeutet: Wenn wir alle, die wir tolle Projekte machen und vielleicht sogar kleine Gewerbe und Unternehmen gegründet haben, uns gegenseitig auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. ein bisschen featuren und gegenseitig helfen, haben letztlich alle etwas davon. Und das auch, wenn man selber nichts gewerbliches macht, sondern einfach nur einen Blog toll findet und ihn gerne liest. Einfach mal Danke sagen und das honorieren: Kommentare schreiben, liken, die Beiträge in Euren Netzwerken teilen, eine Facebookseite bewerten oder auf Google eine nette Rezension hinterlassen, anstatt nur stumm alles zu konsumieren. Sharing is caring!

Aber zurück zum Shop. Die oben gezeigten Opry-Nadeln könnt Ihr übrigens vielleicht für das neueste Häkelkit im Shop benötigen. Im Blog hatte ich Euch letzte Woche schon die neuen Whirligigs von Scheepjes vorgestellt. Das ist ein richtig dickes gefachtes Garn in DK-Stärke mit eine Lauflänge von 450 Metern auf 1000 Gramm. Auch die Zusammensetzung ist toll, es sind nämlich 80 Prozent Wolle und 20 Prozent Alpaka enthalten. Das ist natürlich superschön weich auf der Haut – beim Stricken oder Häkeln, aber auch später beim Tragen des fertigen Projekts. Es gibt nicht nur sehr coole Farben, sondern natürlich auch gleich eine erste Anleitung für ein gehäkeltes Tuch, den Valyria-Shawl.

Wer sich das Kit für das Tuch bestellt, zahlt nur den Whirligig und bekommt die Anleitung gratis dazu. Ich liebe die tollen Farben – die Grüntöne sind natürlich genau mein Ding. Die Whirligings gibt es auch morgen bei mir beim Ladentag im Häkelbüro zu sehen. Außerdem habe ich natürlich viele, viele Whirls und auch noch einige andere Bobbel auf Lager…. der Frühling kommt nämlich! >Das komplette Bobble-Bombardement im Shop

Das war es mit der neuen Folge Strickcafé. Es ging heute wohl alles ein wenig durcheinander, aber so ist das eben manchmal, wenn es so viel zu erzählen gibt. Morgen, am Samstag, ist Ladentag, vielleicht sehe ich die ein oder andere von Euch? Der Laden ist allerdings immer noch nicht so hübsch wie gewohnt, denn die bestellten Regale kommen nun erst nächste Woche und ich musste daher ein wenig improvisieren. Ich habe übrigens schon alle Termine für Februar und März gepostet – so habe ich zum Beispiel am Fasnachtswochenende zu, außerdem auch am letzten Wochenende im März.

Euch ein schönes Wochenende!

 

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