Gemacht mit Liebe unterwegs
Kommentare 6

Yarncamp Köln- Schön war´s!

Und nun ist es auch schon wieder rum, das Yarncamp Köln und es war richtig klasse. Ich war leider nur gestern da, heute kam mir gesundheitlich etwas dazwischen, aber ich habe allein gestern schon so superviele Eindrücke mitnehmen können, dass es gar nicht so schlimm war, den heutigen Tag faul auf dem Sofa mit der neuen Staffel Downtown Abbey und meinem Häkelzeug zu verbringen.

Ich weiss nicht genau, wieviele Leute dieses Mal dabei waren, ich würde schätzen, dass wir so rund 70 waren. Ein paar mehr hätten sicher Platz gehabt, aber ich fand die Menge so sehr angenehm. Mehr macht es einfach deutlich stressiger und ich bin ja eigentlich auch so gar kein Freund von Veranstaltungen, auf denen viele Menschen gleichzeitig in einem Raum sind. Die diesjährige Location, der Solution Place in Köln, hat glaube ich super funktioniert und das sage ich nicht, weil ich selber dort arbeite. Ich fand den Treffpunkt im großzügigen Café perfekt: Es gab genügend Raum, um sich in großen oder kleineren Grüppchen am Tisch, auf den Sesseln oder den Sofas zu verteilen oder einfach irgendwo herumzustehen. Dadurch, dass da noch die Bar war, war außerdem immer viel Bewegung im Raum und so kam man immer sehr schnell mit anderen ins Gespräch. Letztes Jahr war diese „Begegnungszone“ deutlich enger und es fehlten auch Möglichkeiten, um einfach mal gemütlich irgendwo herumzusitzen. Sicher war es nicht ganz so schick, der Solution Space ist immer noch eine große Baustelle und nicht alles ist fertig, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sich daran wirklich jemand gestört hat. Das Ambiente hat gestimmt und die zentrale Lage am Bahnhof, bzw. die nur 800m Entfernung zum nächsten guten Wollgeschäft, nämlich Maschenkunst, haben das bisschen Baustaub und unverputztes Mauerwerk sowieso wieder wettgemacht.

timetable

Die Vorstellungsrunde fiel dieses Jahr aus Zeitgründen leider aus, die meisten aber kannten sich ja sowieso. Das Programm war schnell erstellt, wie eigentlich immer auf Barcamps. Jeder, der etwas beitragen kann, tut das einfach und es spielt auch keine Rolle, ob dabei improvisiert wird, denn der Austausch steht ja im Vordergrund. Zwei Räume standen dafür zur Verfügung – beide von der Größe her genau richtig.

Das Catering war dieses Jahr etwas weniger üppig als letztes Jahr, aber ganz ehrlich, ich brauche keine Auswahl zwischen drei warmen Gerichten, ich möchte einfach nur lecker essen. Und so fand ich die Idee mit dem veganen orientalischem Buffet mit Falaffel, CousCous, Fladenbrot, Dips, Blätterteigstangen und diverser Schnickschack perfekt und vor allem hat es superlecker geschmeckt, mir persönlich sogar besser als letztes Jahr. Dazu Frühstück, Getränke, Kuchen – super! Und dann die Goodybags. Ich weiß gar nicht, wann das anfing, dass Goodybags auf solchen Veranstaltungen so groß ausfallen, aber das Bag vom Yarncamp hat glaube ich wieder einiges getoppt. Zwei Mal Wolle, supertolle Bücher, Anleitungen, Magazine, Nadeln und eine Menge Schniggeldi waren dabei – genügend Material, um sich daheim nochmal ein oder zwei gemütliche Abende damit zu gestalten und das Yarncamp nachklingen zu lassen.

Yarncamp Köln

Ich war dieses Mal nicht bei so vielen Sessions dabei, ich hatte einen super Platz am Tisch im Café und habe da mit vielen gequatscht und das war perfekt. Da waren zum Beispiel die Mädels, die schon bei „Köln strickt“ dabei waren, unter anderem mit Monika von „Fairstricktes“, die mir einige gute Tipps in Sachen Onlineshops geben konnte. Jasmin von Minchen Mienchen und Ute, mit denen ich über veganes Essen gequatscht habe. Julius, der mich mit seinem Pullunder, der freestyle gestrickt wird, einigermaßen verblüfft hat. Jutta von Häkeltrophäen.de.  Tanja, die für Schachenmayr unter anderem Strickdesigns entwickelt und das tolle Sockenbuch, das ich hier neulich vorgestellt hatte. Und das Orga-Team mit Lutz von Maleknitting natürlich, von dem demnächst auch ein Strickbuch erscheint und Rebekka, die ich bald in Aachen besuchen muss, um mit ihr in diesen tollen Wollladen zu gehen, und, und, und. Es gab so viel zu erzählen und das Schöne: Dafür war den ganzen Tag lang Zeit.

Eine Pinnwand wurde aufgehängt, auf der man seine Verbesserungsvorschläge notieren konnte und ganz ehrlich, mir ist nix eingefallen. Vielleicht könnte man höchstens nächstes Mal lokal noch etwas mehr Werbung machen, um nicht nur die Onliner zu erreichen oder halt die, die von solchen Terminen über das Netz nichts mitbekommen, weil sie da halt nicht so aktiv sind. Aber das ist dann auch schon alles. Ein schöner Tag war es und ich würde mich riesig freuen, wenn es auch im nächsten Jahr wieder ein Yarncamp gibt. Solche überregionalen Treffen sind großartig für die Vernetzung und den Austausch und das gab es vor dem Camp in der „Szene“ in dieser Form noch nicht. Die meisten anderen Treffen sind halt hauptsächlich einfach Verkaufsveranstaltungen, auf denen verschiedene Anbieter ihre Wolle verkaufen, wo es aber weniger um wirklichen Austausch im Sinne von Sharing geht.

Darum Dank auch nochmal an die Sponsoren, die das alles möglich gemacht haben und hoffentlich das Camp auch im nächsten Jahr wieder unterstützen.

Meine Fotos sind dieses Jahr eher weniger toll geworden – ich habe mit einer neuen App herumprobiert und das hat nicht so supi geklappt. Mehr Fotos kann man aber auf der Yarncamp-Seite auf Facebook gucken – da laufen alle getaggten Fotos automatisch rein.

Wer nochmal die korrekte Anleitung für die dreieckigen Grannys sucht, die ich in der Session gezeigt hatte: Bitte hier entlang

Wenn ich es schaffe, verlinke ich hier nach und nach noch alle Blogbeiträge zum Camp – gerne könnt Ihr mir auch per Kommentar Bescheid geben. Einen ersten Beitrag habe ich schon gefunden:

Kategorie: Gemacht mit Liebe unterwegs

von

Daniela - Autorin, freie Redakteurin und Bloggerin Schreibt seit 2012 bei Gemacht mit Liebe über das Häkeln und Stricken, färbt leidenschaftlich gerne Wolle und hat sich mit der Gründung des kleinen Webshops 2015 einen kleinen Traum erfült. Seit 2017 ist Gemacht mit Liebe in einem hübschen Ladenlokal, dem "Häkelbüro" in Köln Sülz zuhause - dort finden Kurse und Stricktreffen statt, außerdem gibt es an bestimmten Terminen die "Offenen Samstage" für alle, die sich die Garne mal vor Ort anschauen möchten.

6 Kommentare

  1. Pingback: Yarncamp - letzte Tickets - Maschenfein Berlin :: Strickblog

  2. Rita Roth sagt

    Liebe Daniela, vielen Dank nochmal für deine schöne Session. Du hast mich mit deinen schönen Grannys richtig „angefixt“ und werde mir heute gleich mal Wolle dafür besorgen und erst mal eine schöne Grilande zaubern.

    • Hallo Rita! Das freut mich, super! Hier im Blog gibt´s noch einige andere Tutorials und ich werde ab dieser Woche auch anfangen, mich an kleinen Videos zu probieren, weil man da einiges besser zeigen kann. Ansonsten viel Spaß – und meld Dich, wenn Du Fragen hast!

  3. Liebe Daniela, danke für den Atollen Artikel zum 2. Yarncamp. Schade, dass du heute nicht dabei sein konntest, wir haben dich vermisst. Gute Besserung und viele Grüße Pia

    • Dankesehr! Mich hat letzte Woche ein fieses Zombieinsekt drei Mal ins Bein gestochen und das plagt ein bisschen, weil ich wohl allergisch darauf reagiert habe und sich der Mist auch noch entzündet hat. Bein kühlen und hochlegen war daher ganz gut heute… dafür habe ich aber ungefähr 100 Kilometer Wolle verhäkelt :)

Kommentar verfassen