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Mein Rezept für Roggenmischbrot

Rezept für Roggenmischbrot

Seit drei Jahren wohne ich nun in Köln und noch immer habe ich keine Bäckerei gefunden, in der es Brot gibt, dass mir wirklich schmeckt. Ich habe natürlich verschiedene Sorten in verschiedenen Bäckereien getestet. Aber entweder ist es zu dunkel oder innen zu luftig oder zu gehaltlos oder aber es schmeckt bereits am zweiten Tag nicht mehr – ganz oft sogar alles zusammen. Ich weiss nicht, woran das liegt, mir ist natürlich klar, dass die Kölner Bäckereien mit genau den gleichen Industriebackmischungen arbeiten, die auch am Bodensee verwendet werden. Vielleicht gibt es am Bodensee einfach noch mehr echte “echte” Bäckereien, die richtiges Brot backen.

Eine Zeit lang habe ich mir mit Backmischungen aus dem Supermarkt beholfen. Das ist zwar der gleiche Industriemist, den man in 99 Prozent aller Bäckereien bekommt, das damit gebackene Brot hält sich allerdings länger und schmeckt auch deutlich besser. Vermutlich, weil man es halt selber gemacht hat und weil alles, was man selber gemacht hat, ja prinzipiell toller als gekauftes Zeug ist. Und es gelingt auch immer, denn in Erinnerung habe ich noch immer diese flachen, dunklen und harten Brotfladen, die meine Mutter vor 30 Jahren mal eine Zeit lang buk, bevor sie sich die Brotbackmaschine gekauft hatte.

Ich habe mich also nie wirklich ans richtige Selberbacken getraut – bis gestern, denn da habe ich nämlich dieses wunderbare Roggenmischbrot gebacken. Und nur mit den Sachen drin, die da auch wirklich reingehören: Roggenmehl, Weizenmehl, Wasser, Salz, Trockenbackhefe, Sauerteigextrakt und eine Spur Zucker für die Hefe. Und es ist nicht nur (fast) perfekt gelungen, sondern schmeckt auch richtig lecker. Das Backen war dabei kein Hexenwerk, man braucht nur ein bisschen Zeit und Ruhe.

Rezept für Roggenmischbrot

Die Zutaten:
  • 400 Gramm Roggemehl
  • 400 Gramm Weizenmehl
  • 1 Tütchen Sauerteig-Extrakt (15g, in meinem Fall von Alnatura aus dem Reformhaus
  • 1 Tütchen Trocken-Backhefe, in meinem Fall von Seitenbacher, ebenfalls aus dem Reformhaus
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 250ml lauwarmes Wasser
  • nach Belieben: Brotgewürze (habe ich weggelassen, ich hasse das  Zeug)
Die Zubereitung:

Mehl mit Trockenhefe, Sauerteigextrakt, Salz und Zucker vermischen. Nach und nach das lauwarme Wasser dazugeben und mit dem Rührgerät zu einem gleichmässigen Teig verkneten. Auf die Schüssel ein nasses (!) Tuch legen und den Teig an einem warmen Ort eine gute Stunde lang gehen lassen.

Danach den Teig nochmals rasch durchkneten, zu einem großen oder zwei kleinen Broten kneten, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit warmen Wasser einpinseln und nochmals eine gute Stunde gehen lassen. Zwischendurch überprüfen, ob der Teig außenrum trocken wird – in diesem Fall nochmals mit Wasser einpinseln.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen und das Brot mit einem Messer mehrmals einschneiden. Eine feuerfeste Schüssel mit Wasser füllen und in den Ofen stellen. Das Blech nun – je nach Ofen – auf die untere oder mittlere Schiene und  das Brot nun 10 Minuten backen. Anschließend den Ofen auf 200 Grad herunterschalten und das Brot weitere 40 bis 50 Minuten ausbacken. Fertig ist es, wenn es sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhört.

Abkühlen lassen, mit Butter bestreichen und probieren – mhhhhhh! Lecker!

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3 Kommentare

  1. Pingback: Brot selberbacken: Mein Rezept für supereinfaches Dinkelmischbrot | Gemacht mit Liebe

  2. Hast du schon einmal die Bäckerei Zimmermann oder Bäckerei Probst ausgetestet? Wenn man mal keine Zeit hat um selbst ein Brot zu backen ist das schon eine ziemlich gute Alternative.

    LG Verena

  3. Daniela Warndorf sagt

    Hi Verena, die liegen für mich leider zu ungünstig. Da backe ich mir lieber mein Brot selber, anstatt extra in die Stadt zu fahren. Das spart Zeit und Kosten :) Grüße!

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