Gemacht mit Liebe unterwegs
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Gemacht mit Liebe unterwegs: Das Strickcamp im Westerwald

Kreativwochenende in Daaden

Mittlerweile bin ich natürlich längst wieder aus dem Westerwald zurück, gestern gab´s im Häkelbüro allerdings erstmal so viel zu tun, dass ich noch keine Zeit zum Bloggen hatte. Wie das Wochenende so war? Super! Also so richtig, richtig super! Ein paar Fotos habt Ihr auf Instagram schon sehen können, aber hier möchte ich natürlich nochmals ausführlicher berichten. Für mich war´s ja die erste Strickreise und ich war einigermaßen gespannt, wie es so werden könnte, denn von den anderen Teilnehmerinnen kannte ich vorab eigentlich kaum jemanden. Ein Wochenende zusammen mit zehn mehr oder weniger fremden Frauen auf engstem Raum zusammen sein, so etwas kann schon auch mal gehörig schief gehen. Allerdings nicht, wenn es Strickerinnen sind :) Aber der Reihe nach….

Das Kreativwochende war eine Veranstaltung von Hand Herz Seele Kreativ Retreat. Ich habe das hier schon ein paar Mal erwähnt: Cordula macht tolle Veranstaltungen rund ums Handarbeiten – dazu gehören Workshops wie neulich zum Beispiel der Indigo-Färbe-Workshop, bei dem ich auch dabei war, oder welche mit verschiedenen Strickdesignern (Stephen West war auch schon da) sowie ganz gemütliche Häkel- und Stricknachmittage. Aber was erzähle ich, guckt drüben bei Cordula vorbei und meldet Euch da beim Newsletter an, dann bekommt Ihr alle Ihre Ankündigungen zugeschickt. Es lohnt sich!

Für das Kreativwochenende hatte sie mit der Zehntscheune sehr schnuckeliges Häuschen in Daaden im Westerwald gemietet, das wir ganz für uns alleine hatten – ein richtiges Fachwerk-Hexenhäuschen mit vielen Winkeln, Holzbalken, knarzenden Holzböden und gleich zwei Treppenhäusern, aber eben auch mit vielen gemütlichen Sitzecken mit Sofas und Sesseln, einem großen Speisesaal und einem hübschen Garten. Ein schönes, altes Haus mit viel Seele, in dem man sich sofort sehr wohl fühlte.

Daaden 1Daaden 2Daaden 3Daaden 4Daaden 5Mit dem Wetter hatten wir ein bisschen Pech, Freitag und Samstag regnete es nämlich in Strömen – so sehr, dass in der Nachbarschaft die Keller voll liefen und die Feuerwehr zum Pumpen kommen musste. Bei uns blieb zum Glück alles trocken und so ging es eben in den Regenpausen nach draußen und ansonsten machten wir es uns halt drinnen gemütlich. Ich fand das also gar nicht so schlimm. Es wurde hauptsächlich gestrickt, aber auch ein bisschen gehäkelt und gesponnen – mit der Handspindel und dem Spinnrad. Spinnen ist glaube ich so gar nicht meine Sache, dazu bin ich dann doch zu ungeduldig, aber es war sehr spannend, das zum ersten Mal so richtig aus der Nähe sehen zu können.

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Und sogar eins meiner Häkelsets, nämlich das für das Grannysquarekissen Blommande, war mitgebracht worden – für mich war das ganz ulkig, da eins meiner Sets liegen zu sehen. Aber auch sehr schön zu sehen, wie andere damit Spaß haben.

Es gab außerdem auch zwei kleine Workshops – Anke zeigte uns, wie einfach man mit Kernseife und Waschsoda ein prima Waschmittel selbermachen kann, mit dem man normal verschmutze Wäsche für einen Bruchteil der Kosten von normalen Waschmittel sauberbekommt.

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Daneben gab es außerdem einen Grundkurs in Sachen Seifenmachen von Cordula. Sehr spannend! Muss ich alles unbedingt noch daheim mal ausprobieren. Ein Stückchen selbstgemachte Bierseife gab´s dann auch im Goodybag.

Habt Ihr schon mal so viele selbstgestrickte Socken auf einem Haufen gesehen? Gestrickt wurden sie von vielen Frauen – die Erlöse vom Verkauf sind für einen guten Zweck. Leider weiß ich nicht mehr, für welchen, aber die Menge der Socken war auf jeden Fall sehr beeindruckend. Samstagabend war es nämlich ein bisschen kühler im Haus und einige hatten kalte Füße. Ich hatte zum Glück selbstgestrickte Socken mit dabei (dafür aber keine Hausschuhe, pfff).

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Eigentlich haben wir von Freitag bis Sonntag durchgehend gestrickt – morgens vorm Frühstück saßen die ersten schon wieder an den Nadeln und kaum war der Morgenkaffee getrunken, ging´s am Frühstückstisch schon wieder weiter bis zum Mittagessen und so weiter… So viel habe ich jedenfalls noch nie an einem Wochenende gestrickt. Dabei wurden wir übrigens leckerst bekocht, so dass keine kostbare Strickseit verloren ging. Das Kochen hat die wunderbare Giovanna für uns erledigt, es gab vegetarische, italienische Küche – superlecker. Giovanna übernimmt nicht nur Catering für Gruppen wie unsere, sondern bietet in Daaden auch Kochworkshops an und mal gucken, ich hätte große Lust, da mal mitzumachen, denn man kann von ihr so viel übers Kochen lernen. Die Termine für ihre Workshops findet Ihr bei Ihr auf der Seite.

Ich hatte vier Strickzeuge dabei, leider habe ich davon kein einziges Foto gemacht. Aber ich zeige sie Euch in den nächsten Tagen nochmal extra. Zwei Paar Socken waren es jedenfalls, ein neuer Laceschal und ein Dreieckstuch. Vor allem mit den Tüchern bin ich ziemlich viel weiter gekommen. Ich hatte mir extra Sachen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden mitgenommen, so dass ich zwischendurch wechseln konnte, je nachdem, wie konzentriert und müde ich war.

Zehn Frauen waren übrigens insgesamt dabei. Ich glaube, das war dann auch die ideale Größe für so eine Gruppe. Bei mehr Teilnehmern hätte sie sich sicher in kleinere Gruppen gespalten, das passiert ja immer automatisch – bei zehn hält sich so eine Gruppe dann doch eher  zusammen. Weil wir beim Essen außerdem einen großen Tisch hatten, an dem alle Platz fanden, bzw. auch einen großen Strickraum, in dem alle gemütlich sitzen konnten. blieben wir eigentlich auch fast durchgehend immer zusammen, denn so konnte sich jeder noch mit jedem gut unterhalten. Und so unterschiedlich die Frauen alle waren, man war sich doch sehr schnell miteinander vertraut. Ich fand es sehr angenehm mit den anderen und sehr spannend, Einblicke in die Leben der anderen zu bekommen und mal zu gucken, wie andere das alles so machen. Stricken verbindet außerdem einfach auch und man hat praktisch immer irgendwas darüber zu erzählen. Ich hatte anfangs ja noch überlegt, eventuell eins der angebotenen Einzelzimmer zu nehmen, weil man ja vorher nicht so wirklich wusste, wie es wird und ob man sich mit den anderen versteht. Es ist dann aber doch das Mehrbettzimmer geworden und ganz ehrlich, ich fand das völlig ok. Geschlafen wurde übrigens in Doppelstockbetten. Das war jetzt nicht so megakomfortabel, aber zwei Nächte lang kann man das ruhig mal machen.

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Für mich waren es insgesamt drei sehr schöne Tage – mir hat es gut getan, mal weg zu sein und an nichts groß denken zu müssen, sondern einfach den Kopf ausschalten zu können nach dem ganzen Stress mit dem Umzug des Häkelbüros in den letzten Wochen. Ich habe das am Sonntag gemerkt, wie entspannend das alles für mich war. Einfach eine Stunde auf einer Bank sitzen, in den Garten gucken und absolut nichts machen und denken. Herrlich.

So ein Strickcamp wird es übrigens sicher wieder geben – Cordula hat da schon so ein paar Ideen dazu geäussert. Ich bin jedenfalls wieder mit dabei!

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Kategorie: Gemacht mit Liebe unterwegs

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Daniela - Autorin, freie Redakteurin und Bloggerin Schreibt seit 2012 bei Gemacht mit Liebe über das Häkeln und Stricken, färbt leidenschaftlich gerne Wolle und hat sich mit der Gründung des kleinen Webshops 2015 einen kleinen Traum erfült. Seit 2017 ist Gemacht mit Liebe in einem hübschen Ladenlokal, dem "Häkelbüro" in Köln Sülz zuhause - dort finden Kurse und Stricktreffen statt, außerdem gibt es an bestimmten Terminen die "Offenen Samstage" für alle, die sich die Garne mal vor Ort anschauen möchten.

3 Kommentare

  1. Sabine Opper-Walther sagt

    Liebe Daniela,

    ich kann mich auch nur anschließen, Du hast es wunderbar und ausführlich beschrieben! Auch ich bin beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei, so eine entspannende Auszeit muß frau sich einfach manchmal gönnen!

    Herzlichst

    Sabine

  2. Liebe Daniela, schöner hättest du das Wochenende nicht beschreiben können. Auch mir hats gefallen und schließe mich deinen Worten an.
    Liebe Grüße
    Angelika

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