Wochen-Inspiration
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H+H Cologne 2017, Häkeldecken und schöne Tücher – Inspiration No. 141

H+H Cologne 2017

Letztes Wochenende fand in Köln die H+H Cologne 2017, die große Fachmesse für Handarbeit und Hobby, statt. Ich war auch dieses Jahr wieder nicht mit dabei, obwohl es zur Messe praktisch nur ein Katzensprung gewesen wäre. Ich war einfach vom Umzug noch völlig durch und hatte außerdem im Häkelbüro noch vieles zu tun, denn da war noch einiges liegengeblieben. Ich habe natürlich aber hinterher in einigen Blogs die Berichte gelesen. Was mir dabei aufgefallen ist: Es gab in diesem Jahr sehr viele Nachberichte in den Blogs, viel mehr als in den Vorjahren. Und dabei wurde aber fast immer nur über die gleichen Unternehmen geschriebe, eben die, die seit zwei, drei Jahren massiv auf Blogger Relations setzen und die Blogger mit kostenlosen Eintrittskarten, Wollpaketen und Einladungen zu „Blogger“-Events versorgen. Das machen sie natürlich nicht, weil sie die Blogger so gern haben – da geht es schlichtweg darum, hinterher eben möglichst viele positive Berichte in den Blogs, auf Instagram oder auf Facebook zu bekommen.  Alles super so weit, das Problem aber: Die Blogger werden nicht angemessen bezahlt, dass sie werben, und zwar ganz selbstverständlich. Während in anderen Blog-Sparten wie Food, Interior oder Lifestyle, also auch durch weibliche Blogger vertretene Themen, es üblich ist, für Erwähnungen im Blog oder auf Instagram ein paar hundert Euro zu bezahlen, werden die Handarbeitsblogger nicht bezahlt. Auch, weil diese das in der Regel gar nicht erst verlangen, weil sie es anders gar nicht mehr kennen. So verschwimmen die Grenzen zwischen PR und unabhängiger Berichterstattung, weil die Werbung nicht mehr als solche gekennzeichnet wird. Es ist ja auch nicht wirklich welche, wenn der Blogger eine Tüte Wolle abgestaubt hat, aber keine Rechnung geschrieben wurde und kein Geld floss, oder? Doch, natürlich, genau das ist eben auch Werbung.

Als mein Blog 2012 noch ganz neu war, habe ich so etwas auch ab und an mal mitgemacht – ich hatte mich darüber gefreut, wenn Unternehmen auf mich zukamen, denn das hieß, dass ich als Bloggerin wahrgenommen wurde. Mittlerweile halte ich mich von solchen Aktionen allerdings fern. Ich habe einfach keine Lust mehr, mein Blog als kostenlose Werbeplattform zur Verfügung zu stellen, denn selbstverständlich werden Blogger für solche PR-Berichte nicht bezahlt. Da gibt´s dann halt mal einen Satz Stricknadeln oder eben die Wolle, das war´s dann aber auch.

Ebenfalls angesagt: Blogger auf der Messe für sich arbeiten zu lassen, zum Beispiel als Testimonial direkt am Stand. Letztes Jahr hatte mich ein großes deutsches Unternehmen angefragt, ob ich nicht an den Messetagen bei ihnen am Stand neue Stricknadeln vorstellen wolle. Ob ich denn außer Deutsch und Englisch auch noch andere Sprachen drauf habe? Und nein, sitzen ginge nicht, da müsse man die acht Stunden lang stehen. Und die Bezahlung? Achso, ja, 180 Euro pro Tag.  Puuuh! Und trotzdem: In diesem Jahr haben andere Blogger genau diesen Job trotzdem gemacht und das Unternehmen hat damit dann auch noch kräftig geworben, das diese da sind. Und die Blogger umgekehrt natürlich auch auf ihren Kanälen Puh. Vielleicht wurden sie dafür sehr viel besser bezahlt, das kann natürlich sein. Aber höchstwahrscheinlich eher nicht. Ein normaler Tagessatz für so eine Aufgabe läge eigentlich bei mindestens 500 Euro, eher aber mehr. Für ein Advertorial im Blog kann man übrigens locker das gleiche verlangen – das ist eigentlich bei Blogs mit guter Reichweite innerhalb ihrer Zielgruppe ein ganz normaler Betrag. Für Fotos auf Instagram geht es vielleicht so ab 100, 200 Euro los, je nach Größe des Accounts.

Klar ist es nett, wenn man die Macher von den einzelnen Firmen auf einer Messe wie die H+H Cologne 2017 oder anderswo mal live erleben oder sie persönlich kennenlernen kann. In der Regel sind das ja auch alles sehr nette Leute. Aber letztlich stehen dahinter eben doch riesige Unternehmen, die riesige Umsätze einfahren. Und die sollen für Werbung doch ruhig auch bezahlen, oder? Seid also ruhig mutig, wenn Ihr Kooperationsanfragen bekommt und verkauft Euch nicht unter Eurem Wert. Natürlich muss jeder für sich selber entscheiden, wie er es mit den Blogger Relations halten möchte – wenn das für beide Seiten in Ordnung ist, das nicht bezahlt wird, ist es eben so. Aber ich wundere mich einfach immer wieder darüber. Vielleicht auch, weil ich da etwas empfindlicher bin, als andere, weil ich ja eben auch aus der PR komme und weiß, wie Unternehmen denken und arbeiten, bzw. was üblicherweise bezahlt wird. Wie auch immer: Nächstes Jahr gehe ich wieder auf die H+H. Und berichten werde ich dann natürlich auch wieder im Blog, aber dann vor allem über die kleinen, unabhängigen Unternehmen. Da passieren aber eh meistens die viel cooleren Dinge.

Hier im Blog berichte ich übrigens durchaus auch über Produkte, auch mal über welche von größeren Unternehmen. Allerdings kaufe ich mir die alle selber und so kann ich dann auch mal, wenn ich etwas nicht so gut finde, auch genau das dann schreiben. Ich gehe außerdem seit zwei, drei Jahren zu keinen Blogger-Events mehr und pflege auch keine PR-Kontakte mehr zu Unternehmen. Ich mache hier lieber mein eigenes Ding und für mich fühlt sich das genauso auch am besten an.

Und sonst so? Von der Pariser Landluft gibt es eine neue Anleitung für ein sehr schönes DreieckstuchTuch, die Ihr bei Ravelry bekommen könnt. Das Tuch heißt Tesko und hat schicke Streifen. Mehr hier.

Jutta von Häkelfieber hat mal wieder was Tolles gehäkelt, nämlich eine riesige Decke aus bunten Rauten. Es müssen nämlich nicht immer Quadrate sein. Sie hat die einzelnen Ecken mit Schwarz umrandet, was der Decke einen sehr coolen Look gibt. Im Blog hat sie erzählt, wie sie es gemacht hat: Applaus – crochet blanket oder Häkeldecke im Rautenmuster

Und wenn es doch Quadrate sein sollen? Dann ist vielleicht der Fiberflux-Kal das richtige – hier wird gerade eine sehr hübsche Grannydecke gehäkelt. Die macht sich übrigens super auf dem Balkon auf der Liege….  Mehr hier: Tropical Getaway Blanket…The Big CAL Reveal!

Es ist jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt die richtige Jahreszeit dafür, aber dieser Cowl, den ich bei Purl Soho gesehen habe, ist sowas von schön! Ganz schlicht eigentlich, aber genau deswegen so schick. Und von beiden Seiten schön! Ich glaube, der kommt auf meine lange, lange Strickwunsch-Liste: Newsprint Cowl

Das war´s für heute – ich muss jetzt nämlich noch dringend an meinem aktuellen Projekt weiterstricken. Das Tuch hatte ich letztes Jahr im Frühjahr angefangen, aber nie fertig gestrickt – hier im Blog hatte ich es letzte Woche nochmal gezeigt:

stricktreffen bei Gemacht mit Liebe

Gestrickt wird es aus Tahiti in der Farbe Exotic. Ich habe nochmal einen kleinen Teil aufgeribbelt, um noch ein Blümchenmuster hineinzustricken – das wird auf jeden Fall sehr hübsch. Und vor allem sommerlich, denn das Garn besteht zu 99% aus Baumwolle. Habe ich übrigens auch noch in anderen Farben da – und es wird auch nochmal Nachschub geben.

Großes Foto oben: Wolle: Handgefärbte Sockenwolle – Farbe Grashüpfer (leider schon ausverkauft) / Nadeln: KnitPro Cubics / Tasse: Orla Kiely*

*Amazon-Partnerlink.

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16 Kommentare

  1. Sonja sagt

    Mit ist das in diesem Jahr auch sehr unangenehm aufgefallen, wie sich zum Beispiel Addi, Schachenmayr oder Lana Grossa an Blogger ranwanzen – und das sind dann ja auch immer die gleichen Blogger, die das mitmachen. Da muss man sich nur mal die Fotos auf Insta angucken – immer die exakt gleichen Gesichter zu sehen, Schon lustig. Alles Werbeschlampen halt. Wenn sie das wenigstens mal alle öffentlich darlegen würden, wäre das ja ok – aber so bleibt halt immer das unangenehme Geschmäckle.

  2. Ich kann Dir nur hundertprozentig beipflichten. Da ich selber auch aus dem Medienbereich komme, ärgert mich diese unkritische Vermischung von Redaktion und Werbung ungemein.
    Dass die Handarbeiterinnen sich auch im Bloggerleben unter Wert verkaufen, finde ich allerdings fast schon folgerichtig, denn für die selbstgestrickten Sachen gilt das ja schon seit Jahren …

    Falls ich mal ausführlichere Worte über ein Produkt verliere, halte ich es wie Du: Das ist dann selbst gekauft und kriegt, wenn es wirklich umwerfend gut ist, auch mal schwärmende Worte ab. Ansonsten halte ich es, wie in meiner bayerischen Heimat üblich („Nix g’sagt ist genug gelobt.“). Und wenn mir etwas missfällt, teile ich das auch unumwunden mit. Genauso wie im Offline-Leben …
    Liebe Grüße,
    Ute

  3. Hallo Daniela,
    ich kann Dir nur Recht geben. Ich blogge seit 1 1/2 Jahren (eher Nähblog) und war am Anfang überrascht, wie viel einige Bloggerinnen nähen. Das hatte manchmal schon etwas von Massenproduktion. Dann habe ich erkannt, die bekommen Schnitte und Stoffe zur Verfügung gestellt, um diese über ihren Blog zu bewerben. Auch ich habe schon Angebote als Probenäherin erhalten. Man fühlt sich im ersten Moment richtig wertgeschätzt aber die Bezahlung ist ein Gratisschnittmuster!! Ich weiß nicht, wie viel die Profis bekommen, aber mir war das für die Arbeit zu wenig und ich bin nicht darauf angewiesen. So bleibt mein Blog werbefrei und ich kann ganz frei über meine selbst gekauften Schnitte und Stoffe schreiben, ohne auf jemanden Rücksicht zu nehmen.
    LG Monika

    • Hallo Moni! Das ist lustig – bei mir wurde diesbezüglich auch schon einige Male angeklopft und ich bekam diverse Stoffe zugeschickt, damit ich damit was nähe, über das ich dann blogge… habe ich dann aber einfach nicht gemacht, weil mir das zu doof war. DaWanda macht das zum Beispiel auch sehr gerne…

  4. ich finde es gut, dass hier zu dem Thema H & H etwas öffentlich diskutiert wird, was bisher verschwiegen wird.
    Die Frage stellt sich mir: ist diese Art der Messe von den Firmen so gewollt? Dann sollte auch das Konzept der Messe geändert werden und es keine Fachmesse mehr sein!
    Ich bin seit ca. 10 Jahren Messebesucherin und zwar deshalb, weil ich Einzelhändlerin bin und die Messe in Köln bisher als Ordermesse für Fachbesucher gedacht war, deshalb auch die Schlipsträger.
    Nun jetzt, wo sich das Publikum über Jahre mehr und mehr vermischt, sich die Aussteller teilweise ganz anders verhalten, stelle ich mir die Frage, ob das überhaupt noch der richtige Rahmen für mich ist und ich dort hingehöre. Nein, mir hat es in diesem Jahr nicht gefallen auf der Messe gewesen zu sein. Die Eindrücke waren zwar vielfältig, aber die Stimmung sonderbar. Ich habe bemerkt, dass einige Aussteller verunsichert waren, sie erst abgecheckt haben, ob ich nun Endverbraucher oder Händler bin. Und mir hat es auch nicht gefallen, dass offensichtlich einige Besuchergruppen die Messe für Happenings genutzt haben. Was soll das sein, wenn zwischen den Ausstellerbereichen 10/12 Mädels sich im Kreis aufstellen und Aktionen machen, als würden sie auf einem Jahrmarktsfest sein?!
    Alles in allem habe ich für mich resümiert, nach all dem Aufwand und dem geringen Ergebnis – ich fahre nicht mehr zur Messe nach Köln!

    • Danke, das ist auch nochmal ein wichtiger Aspekt! Ich bekam für diese Messe glaube ich zehn Einladungen – keine als Händlerin, alle als Bloggerin. Ich fand das ganz witzig – klar bin ich natürlich weiterhin Bloggerin, aber ich habe eben auch einen Shop, den ich hauptberuflich betreibe…

  5. Liebe Daniela,
    deine offenen Worte zum Thema Blog-Werbung fand ich sehr gut! In meinen Augen kein so einfaches Thema, daher ist es umso wichtiger, sich damit auseinanderzusetzen und die eigene Haltung zu hinterfragen.
    Es gibt ja durchaus auch Beispiele für ausgewogene(re) Messe-Berichterstattung und dann die Blogger, die gar nicht über die Messe geschrieben haben, obwohl sie da waren…in dem Bereich findet also vielleicht auch gerade ein Umdenken statt.
    Liebe Grüße, Katha

    • Ja, das stimmt, das gab es auch, ganz klar. Es machen zum Glück ja auch nicht alle diesen Zirkus mit – ich habe manchmal sogar den Eindruck, dass es auch eher eine bestimmte Gruppe von Bloggern (und Unternehmen) ist, die dann bei solchen Aktionen immer wieder entsprechend auffallen. Ich wollte jetzt nur mal keine Namen nennen.

  6. Fronmüller Yvonne sagt

    Hallo Daniela,
    ich freue mich sehr über Deinen ausführlichen Bericht über die Messe.
    Du hast vollkommen recht mit Deiner Meinung zur Entlohnung und der kostenlosen Werbung. Ich bin zwar keine Blogerin aber ich stricke und nähe sehr viel und das schon seit 35 Jahren und muss immer wieder erleben das meine Mitmenschen gerne von mir etwas gestrickt bekommen wollen aber wenn sie dann hören was ich dafür möchte finden Sie es unverschämt. Ich wurde vor Weihnachten gefragt ob ich Socken stricken könnte und was ich dafür nehme, ich sagte 15,00 Euro das Paar da es sich um handgefärbte Wolle handelte welche mich ja schon im einkauf 9,50 plus Porto kostet,ziehe ich das Garn ab von den 15,00 Euro bleiben mir 5,50 Euro für 12 Stunden arbeit. Und das finden dann sehr viele als unverschämt. So ist das mit der Wertschätzung.
    Die Gleichen Leute kaufen aber eine Tagescreme in Kosmetikgeschäft für 35-60,00 Euro und finden das ganz normal.
    Ich habe für mich entschieden das ich mich nicht mehr unter meiner Wertvorstellung verkaufe.
    Es wird Zeit das sich da etwas ändert.
    Ich freue mich sehr über Deinen Blog und hoffe du bleibst Dir selber treu.
    Liebe Grüße Yvonne

  7. Liebe Daniela,

    danke für Deinen Artikel. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und manchmal vergisst man, auch die andere Seite genauer zu betrachten.
    Ich blogger selbst und möchte mich ungern instrumentalisieren lassen, wobei das eben gar nicht so einfach ist. Jeder von uns wünscht sich Leser für seine Seite, andererseits steckt man ruck zuck in der Maschenerie fest.
    Danke und liebe Grüße
    Sandra

  8. Hallo Daniela,
    ich kann nur sagen: Applaus, Applaus für deinen Bericht über die Messe. Du sprichst mir aus dem Herzen! Wir Handarbeitsblogger sind ja keine Doofies, werden aber hinsichtlich der monitären Entlohnung so behandelt.
    Und – es freut mich natürlich sehr, wenn dir meine Decke so gut gefällt und ich Erwähnung bei dir finde! Danke :)
    Jutta

  9. Hallo Daniela,

    vielen Dank für diesen tollen kritischen Bericht.
    Endlich mal kein Blogbeitrag, der dies und das in den höchsten Tönen lobt.
    Der Verbraucher wird schon kritischer bei der Werbung.
    Dann sollte der (Woll-)Verbraucher es auch bei einigen Blogbeiträgen sein.
    Bloggen ist Werbung und Arbeit, die entlohnt werden sollte.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Christine

  10. Ähm – ist mir auf der h+h alles nicht mal aufgefallen – ich habe mich aber auch kaum auf den Ständen getraut, bin immer brav auf den Fluren geblieben. Schließlich habe ich auch keinen Laden und bin für die Geschäftsleute dort absolut uninteressant (na ja, habe ich mir wenigstens gedacht). Obendrein war ich von den vielen Eindrücken schlichweg erschlagen.
    Wenn ich aber genauer über den Tag in Köln auf der h+h nachdenke, muss ich einiges revidieren.
    Eines meiner Ziele auf der h+h war z.B., die Sorten Garn, die ich schon länger auf meiner Wunschliste habe, mal in echt zu sehen, mal anfassen zu können, erfahren zu können, ob diese etwas für mich sind, oder nicht. In der Eifel bin ich nl. zu 90% auf Online-Käufe angewiesen und mir ist schon manch unangenehme Überraschung ins Haus getrudelt.
    Bei vielen Ständen kam ich aber gar nicht an der Wolle heran (ich hätte mich an den Verkäufern vorbeiquetschen müssen), oder jede meiner Schritte wurden mir Argusaugen verfolgt, was ja nicht gerade sonderlich ermunternd ist.
    Vielen der Schlipsträger war anzusehen, dass sie nur auf Geschäfte, möglichst große Geschäfte, aus waren. Denen lag nichts an Klkeinstkunden, geschweige denn an Endverbräucher. Ich bezweifele obendrein, dass diese Herrschaften überhaupt mit dem Herzen bei der Sache waren bzw. sind. Es sah so aus, als ob es denen egal war, ob sie Wolle, oder Klodeckeln verkauften – Hauptsache am Ende des Tages klingelte die Kasse.
    Genaugenommen haben einige dieser Herren (und damit deren Firmen) mich als Endverbraucher verloren!
    Etwas Positives zum Schluß, was die h+h anbelangt: Ich konnte Saskia Laan kennenlernen und war sehr angenehm überrascht. Ich hätte zwar keine 25,-Euro für den Workshop ausgegeben, hatte den aber zusammen mit dem Eigangsticket gewonnen (wohlgemerkt bei der h+h selbst, nicht bei einem der ominösen Firmen).
    Liebe Daniela, danke für den anregenden Artikel!
    Marjan
    P.S.: Mit der Gratiswerbung auf unseren Blogs hast du 100% recht. Auch wenn nicht als solches beabsichtigt, mache auch ich jedes mal Werbung für die Firmen, wenn ich nebenbei erwähne, mit welchem Garn ich gearbeitet habe (häufig wird auch von den Leserinnen danach gefragt). Vlt. werde ich ab jetzt etwas umsichtiger mit diese Gratiswerbung umgehen!

    • Also ich finde es absolut wichtig, dass man als Blogger über Produkte schreibt – und natürlich kann man auch einfach nur über die schreiben, die man selber gut findet. Als Blogger hat man da doch sämtliche Freiheiten – und wenn man eben über die, die man nicht so toll findet, nicht schreibt, ist das auch ok.

      Mir ging es eher darum, dass die Unternehmen halt so aktiv auf Blogger setzen mittlerweile und sie instrumentalisieren mit Hilfe von etwas Aufmerksamkeit oder kleinen Geschenken. Und dass das viele Blogger mitmachen, anstatt das zu hinterfragen. Sobald ein Unternehmen dem Blogger Eintrittskarten, Wolle oder kleine Jobs zuschanzt und dann darauf hofft, dass dafür entsprechend was im Blog zurück kommt, ist es eigentlich eine Geschäftsbeziehung, bzw. eben PR (Public Relations).

      Wenn ich mir als Bloggerin aber von mir aus aktiv ein bestimmtes Produkt heraussuche und einfach darüber schreibe, weil ich gerade Lust dazu habe, ohne aber in einer persönlichen Beziehung zum Unternehmen zu stehen, ist das Redaktion.

      Ich glaube, ich schreibe nochmal ausführlicher zum Thema, da gibt es noch so vieles zu erzählen!

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