Gemacht mit Liebe unterwegs
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Gemacht mit Liebe unterwegs: Die re publica 2015

Letzte Woche war ich auf der re:publica in Berlin und ich wollte hier noch ein bisschen erzählen. Nicht alle von meinen Lesern wissen vermutlich, was es mit der re:publica auf sich hat: Es ist eine riesengroße Konferenz mit Barcamp-Charakter, die einmal im Jahr an drei Tagen im Mai in Berlin stattfindet. Dabei geht es um alle möglichen Themen rund ums Internet, also Medienthemen, aber auch Soziales, Politisches und Gesellschaftliches und vieles mehr.

stage 1 rp15

Für mich war es die fünfte re:publica und es ist jedes Mal wieder aufs Neue faszinierend und großartig:  Zum Einen, weil man so wahnsinnig viel lernen kann und Input bekommt, zum anderen, weil man einfach endlich mal wieder ganz viele von denen, mit denen man unter dem Jahr nur online Kontakt hat, auf einem Ort treffen kann. Ich habe mich zum Beispiel sehr gefreut, Lutz von Maleknitting, Julia von TheCookingKnitter oder Katrin von Makerist zu treffen, mit denen ich spannende Gespräche hatte.

Daneben traf ich Kolleginnen aus meinem Texterinnen-Netzwerk texttreff.de, ein paar der Damen von #blogst, viele Bekannte aus dem Kölner Coworking-Umfeld, aber auch eben Leute, die ich seit Jahren aus dem Netz kenne und mit denen ich freundschaftlich oder eben beruflich  verbunden bin – ich haben neben der Bloggerei ja noch meine kleine Agentur für digitale Kommunikation…

installation rp15

Auch Themen in Sachen Crafting, DIY, Maker Movement waren in Form von Sessions, Aktionen oder Installationen vertreten – oben sieht man zum Beispiel die tolle Installation von Stefan Noller “Finding Europe with Lights“. Und natürlich ging es daneben auch um Themen wie Bloggen, Fotografieren und Bildrechte, Internetrecht, Foodbloggen, und, und, und – Themen, die für DIY- und Kreativ-Blogger auf jeden Fall interessant sind. Es war also nicht langweilig! Genaugenommen war ich von Montag bis Mittwochabend fast nonstop von morgens bis abends fast durchgehend in verschiedenen Sessions oder beim Quatschen mit Leuten. Von Berlin habe ich also eigentlich so gut wie gar nichts gesehen. Der Plan war ja eigentlich, noch mit Carina von Häkelmonster die Wollgeschäfte zu stürmen, das hat aber leider nicht mehr geklappt. Ich muss also vermutlich einfach nochmal extra hinfahren :)

#rp15 für Daheimgebliebene

Das Tolle ist: Ganz viele der Sessions wurden per Video aufgezeichnet und können auf Youtube auf dem Channel der #re:publica angeguckt werden, daneben gibt es die Seite voiceofrepublica.com, wo man noch superviele Audios findet. Nutzt das und stöbert da ruhig ein wenig herum, es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Dazu  wurde natürlich unter dem Hashtag #rp15 wahnsinnig viel getwittert. Die meisten Sessions hatten außerdem nochmal eigene Hashtags festgesetzt, damit man die Diskussionen und Beiträge während und danach auf Twitter besser verfolgen kann. Wenn es eins gibt, wird es im Video oder im Audio garantiert genannt. Facebook und Instagran spielten daneben keine so große Rolle.

Crafting, DIY und Kreatives auf der #rp15

Besonders empfehlen möchte ich Euch folgende Beiträge, sicher nur ein winziger Ausschnitt, denn es gab noch viel mehr. Wenn noch etwas Wichtiges fehlt: Gerne melden.

  • Wie privat ist privat – Die tägliche Entscheidung eines Familien-Bloggers
  • Blick über den Tellerrand – Food Blogging 2.0
  • Holm Friebe und Mads Pankow:Nudge! Nudge! – Was Design von Verhaltenspsychologie lernen kann
  • Stefan Noller: Karl der Käfer wurde nicht gefragt – der kurze Frühling des Internet of Things (oder: warum wir es schon wieder verkacken mit dem Netz)
  • Moritz Metz: DIY Weisheiten | Philip Steffan: Die MakerFaire kommt nach Berlin
  • Stephan Porombka: Lasst uns goldig sein! Lebens- und produktionstechnische Hinweise zur Bewegungsfigur der kleinen und kleinsten Formen

Sehr gefreut hatte ich mich außerdem darüber, dass Crafting in diesem Jahr wieder ein Thema auf der #rp15 ist, nachdem Kiki und ich vor zwei Jahren hier vorgelegt hatten. Diesmal sprach Jasna Strick zum Thema “Crafting Critics und Critical Crafting – über die Angst vor der Neuen Häuslichkeit”.

crafting rp15

Ganz viel überschnitt sich inhaltlich mit dem, was Kiki und ich vor zwei Jahren schon erzählt hatten, Jasna legte den Schwerpunkt allerdings mehr auf den Themenbereich Feminismus, während es bei uns ja – ganz nach dem Motto “Inside out” der #rp13 – eher um den Einfluss des Internets auf das Crafting und umgekehrt ging und wir dazu eine genauere Analyse aus dem Bereich E-Commerce, Social Commerce und Buchmarkt geliefert hatten. Trotzdem war es sehr spannend und führt hoffentlich dazu, dass Crafting weiterhin ein wichtiges Thema bleiben wird. Es gibt aktuell leider nur den Audio-Mitschnitt von voicerepublic.com, der von der Tonqualität nicht so dolle ist. Sobald ich etwas besseres finde, verlinke ich hier.

Ganz zum Schluss möchte ich noch auf mein absolutes Highlight der rp15 hinweisen. Es ist kein kreatives Thema, aber wir haben Tränen gelacht, vor allem beim Beitrag von Felix über das Offline-Forum (ab 0:30): Wir hatten ja nix – und das haben wir mitgebracht: Das kleine Technikmuseum

Alles in allem: Es war großartig. Zwar irgendwie anders als früher, weil alles mittlerweile so wahnsinnig groß geworden ist. Aber das re-publica-Wir-Gefühl, das hat sich dann doch ganz schnell wieder eingestellt und so etwas gibt es eben einfach kein zweites Mal. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

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2 Kommentare

  1. Ach, schade, gerade der Critical Crafting Beitrag hätte mich so sehr interessiert. Aber die Qualität ist mir tatsächlich zu anstrengend zum Hören. Also falls du noch was findest, gerne, gerne her damit. LG mila

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