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Strickcafé 197

Es ist Wochenende und somit Zeit für eine neue Folge Strickcafé, in der ich Euch über die Neuigkeiten der letzten Woche berichte. Zwar war es überall wegen des Feiertags und des Brückentags ein wenig ruhiger, im Häkelbüro war aber trotzdem einiges los. Neue Garnlieferungen kamen, Pakete wurden verschickt und daneben habe ich an einigen Projekten getüftelt und Anleitungen geschrieben – wie immer war es somit sehr abwechslungsreich. Und so habe ich auch natürlich wieder einiges zu berichten. Viel Spaß beim Lesen!

Winterliche Whirls von Scheepjes mit Wolle: Woolly Whirls

Zum einen kam mit den wunderbaren herbstlichen Woolly Whirls von Scheepjes eine Lieferung  aus Holland. Die klassischen Whirls haben ja eine Zusammensetzung aus Baumwolle mit Polyamid – wer es im Herbst und Winter ein klein wenig wärmer und kuscheliger haben möchte, kann nun auf die wollige Version in Form der Woolly Whirls umswitchen. Derzeit gibt es sie in vier Farben, die Lauflänge ist aber gleich wie bei den normalen Whirls. Ich habe übrigens auch das Grinda-Tuch im Shop als Kit in der Woolly-Whirl-Version eingestellt – da gibt´s dann einfach zum Knäuel noch eine Gratis-Anleitung dazu. Die Woolly Whirls haben auch wieder so witzige Namen wie Bubble Lickcious, Kiwi Drizzle, Sugar Sizzel und Chocolate Vermicelli. Ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht, aber wenn ich die schönen SAchen von Scheepjes in den Händen halte, bekomme ich sofort gute Laune – Scheepjes ist einfach so großartig!

 

Auf Instagram kam dann auch die Frage, ob ich nicht auch die tollen Magazine von Scheepjes in den Shop aufnehmen könnte. Bisher hatte ich sie einfach immer nicht mitbestellt, das habe ich dann umgehend nachgeholt. Aktuell gibt es die neue Ausgabe zum Thema Folklore und die vorige Ausgabe mit dem Thema Frauen. Ganz tolle Hefte mit vielen Anleitungen und Inspirationen  – wer gern häkelt, sollte sie sich nicht entgehen lassen. Die Magazine sind auf schönem dicken Papier gedruckt, das einiges aushält, ohne gleich zu zerfleddern. >Alles von Scheepjes findet Ihr hier im Shop

Schönes von Lamana

Nach und nach wandern viele neue Lamana-Strickkits in den Shop – letzte Woche kamen zwei dazu, einmal eine Jacke und dann noch ein Pullover. Die Jacke hat schöne Zopfmuster parallel zur Knopfleiste, auf der Rückseite ist auch nochmal einer in der  Mitte platziert. Gestrickt wird die Jacke mit Piura, dem Mischgarn von Lamana aus Baumwolle, Alpaka und Seide. Es ist kein klassisches Wintergarn, die Jacke kann man auch prima im Frühjahr tragen. Oder eben, wenn einem Wolljacken schnell zu warm werden. Piura gibt es übrigens überraschenderweise auch in einem richtig leuchtendem Gelb. Eine Farbe, die man bei Lamana so gar nicht vermuten würde und ich war einigermaßen darüber überrascht. Aber finde ich super!

Sehr schön außerdem der Pullover aus Milano und Premia – die Streifen entstehen durch Garnwechsel. Sehr schick! Ich habe diese Art, Garne zu kombinieren, in der letzten Zeit öfter gesehen, das scheint ein kleienr Trend geworden zu sein. Weitere Kits folgen – nächste Woche gibt es endlich ein paar schöne Tücher und ich kann Euch jetzt schon versprechen, dass da wunderschöne Sachen mit dabei sind. >Alles von Lamana findet Ihr hier

Luxuriös: Lang Yarns Perline

Lust auf ein bisschen Luxus? Merino Perline von Lang ist ein ganz feines Merino-Garn mit winzigen kleinen Perlchen. Die Perlchen sind mit Silber hinterlegt, damit sie schöner glitzern. Je nach Lichteinwirkung wirken sie so, als würden sie mit dem Licht tanzen – ganz dezent und sehr edel. Die kleinen Knäulchen sind zugegeben alles andere als günstig, denn 25g kosten tatsächlich ganze 24,95 Euro, was das Garn derzeit glaube ich zum teuersten in meinem Shop macht. Im Häkelbüro habe ich es daher auch im Wollregal hinter einer Glastüre stehen. Aber um aber vielleicht kleine Akzente zu setzen, ist es ganz wunderbar geeignet. >Micro Perline gibt es in zehn Farben mit einer Lauflänge von 122m auf 25g und kostet pro Knäuel 24,95 Euro.

Im Shop gibt es dann auch zwei ganz tolle Kits mit diesem Garn für eine Mütze und einen Schal. Auch hier: Nichts für den schmalen Geldbeutel, sondern tatsächlich obere Preisklasse. Aber so schön! Und vielleicht auch eine schöne Idee als Weihnachtsgeschenk für sich selber? Micro Perline wurde hier zusammen mit Mohair Trend verstrickt, was ich einfach megaschön finde:

Garn und und Anleitung gibt´s hier >als Strickkit für 69,80 Euro, das Kit für den dazu passenden Schal >findet Ihr hier für 175 Euro.

Glitzer, Schimmer und Funkel mit Mohair Fancy und Mohair Paillettes

Als im Frühjahr vom Frickelcast-Team der Plunder- und Pailletten-Kal ausgerufen worden war, wollte ich ja eigentlich unbedingt mitmachen. Glitzer und Pailletten – das ist eigentlich so gar nicht meine Welt, ich mag es eher natürlich und klar. Was ich aber sehr gerne stricke, sind Mohairgarne. Für die Teilnahme am KAL hat es leider zeitlich nicht mehr gereicht, aber gestrickt habe ich dann trotzdem mit ordentlich Glitzer, nämlich gleich zwei funkelnde Schals, einmal mit Mohair Paillettes und einmal mit Mohair Fancy. Ich habe beide mit doppeltem Faden gestrickt und das jeweilge Mohairgarn mit Merino 400 Lace kombiniert. Das Ergebnis sind zwei superschöne Schals, die wunderbar glitzern und schimmern, ohne dabei auch nur ansatzweise mädchenhaft und kitschig auszusehen. Ganz toll! Ich wollte für beide noch Strickkits im Shop zusammenstellen, die ich Anfang der neuen Woche hoffentlich fertig machen kann (es fehlen noch die Fotos und die Anleitung), aber zeigen kann ich schon mal. Auf Instagram wurde erst letzte Woche nämlich wieder gefragt, wann es da denn endlich mal was zu sehen geben würde.

Hier also einmal Schal Nummer 1: Ich habe hier ein einfaches Rippenmuster gestrickt, außerdem einen schönen I-Cord-Rand. Hier war es die Kombination aus Merino 400 Lace mit Mohair Fancy. Mohair Fancy ist ein Superkid-Mohair-Garn mit Pailletten und einem feinen Glitzerfaden – perfekt für Schals oder Accessoires, die ein wenig glitzern und glänzen dürfen. Das Garn ist mit einer Lauflänge von 140m auf 25g sehr ergiebig und kann mit Nadelstärke 3 bis 3,5 gestrickt werden. Kombiniert habe ich hier die Farben Mohair Fancy 33 Jeans Hell mit Merino 400 Lace in der Farbe 34 Jeans Hell, die beiden Töne passen perfekt zueinander. Auf dem Foto hier wirkt die Farbe ein wenig wärmer, weil ich abends fotografiert habe, es ist eher ein feines Hellblau mit einem Stich ins Graue. Ein sehr schöner Ton.

Beim zweiten Schal habe ich ein Muster gestrickt, daher hatte ich mir für die Kombination Merino 400 Lace mit Mohair Paillettes entschieden. Das Garn hat die gleiche Lauflänge wie Fancy und auch die gleiche Zusammensetzung, nur dass es halt hier nicht noch den Glitzerfaden gibt, sondern nur die Pailletten:

Schön, oder? Und es ging auch so schön schnell beim Stricken. Die beiden Garne haben, zusammen verstrickt, einen so schönen Grip, dass es wirklich eine Freude beim Stricken war. Die Anleitungen dafür schreibe ich in den nächsten Tagen, die Kits gibt es dann im Laufe der Woche, bzw. nächstes Wochenende im Shop. >Garne: Mohair Fancy, 140m/25g, pro Knäuel 14,95 Euro, Mohair Paillettes, 25g/145m, pro Knäuel 14,95 Euro und Merino 400 Lace, 200m/25g, pro Knäuel 3,75 Euro

Neue Farben bei Merino 400 Lace Color

Merino 400 Lace gibt es übrigens auch in einer Variante mit Farbverlauf als 50g Knäuel. Es ist auch eines der Garne, dass ich schon gleich im ersten Jahr im Shop hatte. Nun gibt es mittlerweile eine ganz neue Farbpalette mit neuen Tönen. Alles ein bisschen bunter als zuvor, aber doch sehr schön, zumal die Farbverläufe ja eh alle sehr sehr lang sind, so dass sich die Kontraste, die man auf den Farbfeldern, bzw. den Knäulen als etwas krasser wahrnimmt, beim Verstricken etwas mehr verteilen und damit etwas dezenter wirken.

Merino Lace 400 Color 33

Die neuen Farben habe ich alle diese Woche im Shop eingepflegt. Natürlich könnte man hier zum Beispiel die Farbe Blau-Grau auch sehr schön mit einem der oben vorgestellten Mohair-Garne kombinieren – ich glaube, das würde auch sehr toll aussehen. >Merino 400 Lace gibt es hier – pro 50g-Knäuel kostet es 7,95 Euro.

Wieder da: Mini-Strang Kits von Manos del Uruguay in allen Farben

Ich liebe sie ganz besonders: Die schönen Silk Blend Fino-Minis von Manos del Uruguay. Diese Woche kam ordentlich Nachschub, so dass aktuell 10 Farbvarianten im Shop zu bekommen sind. Es sind immer 5 Stränge mit je 20g, die Laufläng des Garns auf 100g hochgerechnet ist 400m, also die perfekte Lauflänge für Tücher. Es ist das gleiche Garn, das ich mit Silk Blend Fino auch als 100g-Strang habe, daher kann man die beiden natürlich toll kombinieren. Ich hab´s noch immer nicht geschafft, aber ich plane schon länger ein halbrundes Tuch mit einem einfarbigen 100g Strang Silk Blend Fino und einme der Mini-Kits Silk Blend Fino zu stricken: Einfach zuerst den einfarbigen Teil und dann Farbstreifen mit verschiedenen Mustern…  Sobald mir acht neue Arme gewachsen sind, fange ich an!

Passend zu den Kits habe ich übrigens noch ein paar schöne Geschenkkartons von Manos geordert.Ich finde das eine schöne Idee, denn das sieht natürlich ein bisschen hübscher aus als die Plastikverpackungen, in denen die Garne normalerweise angeboten werden. Und die Kartons lassen sich natürlich auch besser in Geschenkpapier einpacken. >Alles von Manos del Uruguay findet Ihr hier

Abgenadelt: Schal aus Baby Alpaka von Kremke Soul Wool

Auch endlich fertig geworden ist übrigens mein Schal aus der wunderbaren Baby Alpaka von Kremke Soul Wool aus meinem Shop – für letztes Wochenende stand ja auf meinem Plan, ihn endlich fertig zu stricken. Vernähen muss ich allerdings immer noch, hihi. Aber auch das schaffe ich hoffentlich ganz bald.

Und auch hierzu schreibe ich noch eine Anleitung, versprochen. Der Schal ist wunderschön geworden, so weich und kuschelig! Das Muster finde ich außerdem spektakulär, doch darüber dann aber in den nächsten Tagen mehr. Das Garn: >Kremke Soul Wool Baby Alpaka, 50g-Knäuel mit einer Lauflänge von 100 Metern, Preis: 9,50 Euro.

Schöne Geschenk-Ideen

Im Häkelbüro zogen diese Woche die ersten Lichterketten ein – bald ist Weihnachten! Und so habe ich hier im Shop für Euch auch schon eine neue Rubrik eingeführt, in der ich Geschenkideen gesammelt habe.

Jemanden mit Wolle zu beschenken ist ja nicht immer ganz einfach, denn mit Farbe oder Qualität kann man superschnell daneben liegen. Mit schönen Zubehör, Arbeitswerkzeug oder Büchern liegt man aber fast immer richtig. Spannmatten oder Spannsets, Schönes zur Aufbewahrung, Nadelsets, schöne Maschenmarkierer – wer etwas Schönes zum Verschenken sucht, kann hier mal gucken gehen. Und zur Not kann man natürlich auch immer einen Gutschein verschenken. Die gibt´s bei mir im Shop digital (Last Minute!) oder aber in gedruckter Version (kann man zum Beispiel auch an den Adressaten verschicken lassen). Außerdem könnt Ihr Euch selber hier im Shop einen eigenen Wunschzettel anlegen, den man dann übrigens auch per E-Mail an jemanden verschicken könnte.  Die Lichterketten gibt´s übrigens hier.

Das war´s mit den Neuigkeiten aus dem Häkelbüro. Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

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Warum Gemacht mit Liebe nur einmal pro Woche für Kunden öffnet

Freitagnachmittag, eben war die zweite DHL-Paketabholung für heute, ein bisschen für den morgigen Ladentag habe ich auch schon vorbereitet und während es draußen anfängt, schon ein klein wenig zu dämmern, habe ich hier im Häkelbüro meine neuen Lichterketten angemacht, mir einen Kaffee gekocht und mich nochmal an den Rechner gesetzt. Ich mag die Freitagnachmittag hier immer besonders gerne, wenn der Versand für diese Woche abgeschlossen ist und ich anfangen kann, ein wenig aufzuräumen und für den Ladensamstag schön zu machen. Unter der Woche sieht es hier oft etwas wild aus – kein Wunder, ich bekomme unter der Woche fast jeden Tag Wolllieferungen, die versorgt werden müssen, während gleichzeitig der Versand abgewickelt werden muss, damit Ihr ganz schnell daheim Eure Bestellungen habt. Und so liegen hier immer ziemlich viele leere Kartons, viele Stapel gepackte Pakete, Wollknäule und Boxen herum… für Außenstehende das Chaos pur, aber ich habe zum Glück immer noch den Überblick und kann fast in jedem Moment ohne Luft zu holen sagen, welches meiner Wollknäule gerade wo liegt. Wirklich!

Die Termine für die Ladentage im November und Dezember stehen, es sind ziemlich viele – drei im November, alle Samstage im Dezember einschliesslich der Samstag vor Neujahr. Und einen verkaufsoffenen Sonntag gibt es sogar auch noch! Ich freue mich auf die Tage, ich mag das, wenn hier Kunden im Laden sind. Sehr gerne würde ich ja auch unter der Woche öffnen, der Bedarf dazu ist auch da, täglich klopfen Leute an die Türe und wollen an die Wolle. Leider ist das für mich aber nicht zu schaffen. Wir haben gerade in den letzten Tagen wirklich nochmal hin und her überlegt, ob nicht doch irgendwie mehr Ladentage zu stemmen wären. Aber: Das geht leider nicht. Und warum, will ich Euch gerne erklären.

Viele wissen glaube ich auch gar nicht mehr, dass Gemacht mit Liebe eigentlich in den ersten Jahren zuerst ein reines privates Blog zum Thema Stricken und Häkeln war. 2012 fing ich an, hier zu bloggen, später, 2015, kam der Onlineshop dazu und aus dem Blog wurde ein Unternehmen. Zuerst arbeitete ich von daheim aus, später hatte ich ein Büro in der Innenstadt. Da gefiel es mir aber nicht so besonders gut, ich brauchte außerdem mehr Platz und eigentlich hatte ich mir schon seit Jahren gewünscht, ein Ladenlokal zu haben. Nicht für einen Laden, sondern als Büro, denn vor Gemacht mit Liebe war ich schon viele Jahre selbständig als Texterin und Redakteurin. Bekannte von mir in Konstanz hatten das so gemacht und ich fand das immer so großartig. Als ich nach Köln umgezogen war, suchte ich immer mal wieder nach einem Ladenlokal, ohne aber Passendes zu finden. Dann gab es auf einmal die Möglichkeit, hier das Ladenlokal in der Luxemburger Straße zu mieten und Stefan und ich griffen sofort zu. In fünf Minuten bin ich mit dem Rad daheim, man ist mitten im Leben, es gibt Platz und die Räume gefielen mir sofort: Platz für das Wolllager, mein Büro und aber auch, um endlich Kurse und Stricktreffen veranstalten zu können.

Letztes Jahr zog ich also ein. Es gab endlich die Kurse, es gab Stricktreffen, der Onlinesversand lief. Und weil ich es gerne schön mag, richtete ich es mir hier auch nett ein. Gemütlich sollte es sein, denn ich bin immer hier. Ich hängte Bilder auf, kaufte ein Sofa hin, legte Kissen darauf, besorgte schöne Möbel und stellte eine Vase mit Blumen auf den Tisch. Ladenbetrieb anzubieten, das war allerdings überhaupt nicht geplant. Ich fand das auch sehr abwegig – fremde Leute, hier in meinem Büro?? Nie im Leben! Nun, es kam anders. Ein “echter” Wollladen in meinem Viertel schloss, ein anderer in den Stadt auch noch – und so richtig viele Wollgeschäfte in Köln gab es ja sowieso nie. Als es Herbst wurde und die Woll-Saison anfing, standen auf eimal immer öfter Leute am Fenster und drückten sich die Nase platt. Andere kamen sogar gleich rein – ohne anzuklopfen und ich fand das richtig übergriffig. Und als dann die Stricktreffen und Kurse stattfanden, wurde es immer schwieriger, Leute wegzuschickenn, denn sie sagten: “Wieso, da sind ja auch andere drin!”. Und wir entschlossen also, es einfach mal zu probieren mit dem Ladenbetrieb. Wenn die Leute rein wollen, dann sollen sie halt kommen. So starteten die Ladentage. Und ich fand sie super: Einen Onlineshop zu haben, in dem Leute einfach mal reinschauen können – wo gibt es denn so etwas? Und ist das nicht überhaupt die Zukunft, dass der stationäre Handel und der Onlinehandel zusammenwachsen? Und überhaupt, Wolle, die muss man doch auch mal bei Tageslicht sehen und anfassen können.

Eine Zeitlang hatt ich sogar zwei oder drei Mal pro Woche auf, aber das wurde zuviel. Nicht wegen des Betriebs, sondern aus einem anderem guten Grund: Das Häkelbüro ist ja eigentlich mein Lager, in dem ich die Wolle für meinen Onlineshop lagere. Und weil so ein Onlineshop nun mal nie Pause hat, müssen jeden Tag viele Pakete verpackt und verschickt werden. Lasse ich parallel nun aber Kunden ins Häkelbüro, die hier auch einkaufen, schaffe ich nicht nur den Onlineversand nicht mehr, sondern laufe vor allem Gefahr, Sachen doppelt zu verkaufen. Da ich viele Nischengarne habe, kann ich diese nun aber nicht immer sofort nachbestellen. Die Garne von Manos del Uruguay, Karen Noe, Erika Knight oder BC gibt´s halt nicht immer in unbegrenzten Mengen, die sofort lieferbar sind, manchmal muss man bei bestimmten Farben auch mal Wochen oder gar Monate warten. Oder meine eigenen Handfärbungen – die gibt es ganz oft nur ein einziges Mal. Und selbst wenn ich es nachbestellen kann: Ich als Onlineshop-Kunde würde mich schön bedanken, wenn die Frau vom Häkelbüro mir schreibt, dass die Lieferung nochmal drei oder vier Tage länger dauert, weil ein Ladenkunde die Wolle mittlerweile leider weggekauft hat und erst nachbestellt werden muss.Das geht also so nicht – der Onlineshop hat nun mal Vorrang, denn das ist mein Hauptgeschäft. So wird es auch immer bleiben, denn einen reinen Wollladen eröffnen, das würde ich heutzutage niemandem empfehlen.

Und so gibt es mittlerweile den Ladensamstag – drei bis vier Mal pro Monat ist hier offen, mehr aber nicht. Aber an den Samstagen hae ich Zeit und den kann ich auch vor allem vorbereiten: Es wird aufgeräumt und ein bisschen geputzt, die neuen Sachen aus dem Shop werden extra präsentiert und nicht zuletzt: ich habe Zeit und bin auch etwas entspannter als unter der wirklich hektischen Woche, um alle zu meinem Angebot beraten zu können. Bevor es morgens losgeht, sause ich noch immer eine Stunde durch die Regale und fische alle online bestellten Knäule heraus – das mache ich auch während des Betriebs. Einige von Euch konnten das sicher schon beobachten, wie ich zwischendurch aus meinem Stuhl schieße und mir aus irgendeinem Regal etwas schnappe und hinten im Lager verstecke…   Und kauft einer der Ladenkunden ein, wird das ordenltich im Onlineshop als Verkauf verbucht – der Warenbestand muss ja schliesslich stimmen.

Ich weiß, dass manche Kunden das nicht so richtig nachvollziehen können, wenn sie unter der Woche draußen vorbeilaufen und mich hier an meinem Schreibtisch sitzen sehen und nicht rein dürfen. Selbst, wenn ich “nur” am Rechner sitze und gerade nichts verpacke: In so einem Onlineshop muss immer viel gemacht werden. Wareneingänge verbuchen, Wollbestellungen aufgeben, Buchhaltung machen, neue Produkte anlegen oder alte aktualisieren, Social Media, Anleitungen schreiben – das ist mein Alltag. Den Versand selber mache ich meistens morgens. Und selbst jetzt, wo ich großartige Unterstützung von meiner neuen Mitarbeiterin Barbara und auch immer wieder von meinem wunderbaren Mann habe: Selten gibt es hier Momente, also eigentlich fast nie, in denen ich sagen kann: Jetzt ist mal alles auf dem Stand der Dinge, ich habe nix zu tun. Viele Besucher muss ich daher unter der Woche wegschicken und mir fällt das ehrlichgesagt auch nicht immer leicht. Wenn man draußen vorm Häkelbüro steht, sieht es hier halt nun mal auch aus wie in einem echten Wollladen. Also wie in einem wirklich richtig schönen Wollladen – dass das ein Onlineshop sein soll und Kunden unter der Woche nicht so wirklich rein dürfen, ist sicher nicht immer so wirklich verständlich. Ich würde da ja auch rein wollen. Aber ich kann mich halt leider einfach nicht zweiteilen und der Onlineshop geht vor. Und ich kann es auch nicht jedem Recht machen.

Was mich manchmal traurig finde: Es gibt immer mal wieder Leute, die dann, wenn man ihnen erklärt, das sie jetzt leider nicht reinkönnen, um eine halbe Studne im Sortiment rumzugucken, richtig sauer und manchmal sogar pampig werden. Oder auch, wenn ich erkläre, dass ich nicht zu woanders gekauften Garnen und Anleitungen, die nicht von mir stammen, berate. Das gab es diese Woche zwei Mal und hat mich einigermaßen ratlos, um nicht zu sagen: wirklich sehr betroffen zurück gelassen. So ein Ton, das bin ich nicht gewohnt. Und eigentlich ist das mit meinen Öffnungszeiten und das, was Gemacht mit Liebe ist, überall klar kommuniziert: Auf der Website und überall anderswo im Netz auch. An meinem Schaufenster hängen dazu zwei große Zettel, dazu steht da “Onlineshop” riesig auf dem Schaufenster uuuuund ich habe auch ein Schild, auf dem “geschlossen” steht, wenn geschlossen ist (Oder halt “offen” an den Samstagen). Und abgeschlossen ist auch immer. Aber da gibt es dann trotzdem auch mal Leute, die an die Tür bollern, so lange, bis man aufschliesst, allein schon, damit die Scheiben nicht zerbrechen. Natürlich schicke ich Leute, die nur schnell eine Stricknadel oder ein Nachschubknäuel brauchen, mittags nicht weg (HALT; STOP: Also wenn der Versand für diesen Tag fertig ist! Morgens oder bis ca. 15 Uhr: keine Chance, da ist hier mega Hektik!). Aber das auch nur in Ausnahmefällen. Sich hier nachmittags unter der Woche gemütlich umgucken, kramen und sich beraten lassen: Leider nein. Dafür ist der Samstag da.

So auch morgen! Um 11 Uhr  geht´s los und ich freue mich ganz besonders, dass Stefan dieses Mal dabei ist. Der wird übrigens auch an den nächsten Samstagen öfter hier sein – yippieh!

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strickmich strickplaner 2019

Schönes aus meinem Shop: Der Strickmich Strickplaner 2019

Heute möchte ich Euch den Strickmich Strickplaner 2019 ein bisschen näher vorstellen. Den habe ich für Euch natürlich wieder im Shop vorrätig, denn bis zum  neuen Jahr ist es ja nicht mehr so lange. Die zweite Auflage ist fast noch ein bisschen schöner als die erste geworden: Der neue Planer hat nämlich einen edlen textilen Einband bekommen. Aber auch das Innere kann sich sehen lassen. Für alle, die gerne Papierkalender nutzen und darin nicht nur ihren Alltag, sondern auch ihre Strickprojekte und alles andere, was eben auch mit dem Stricken zu tun hat, ein bisschen besser und vor allem schöner organisieren möchten, ist der neue Strickmich Strickplaner 2019 das absolute Must Have!

Strickmich Strickplaner 2019

Als der Strickplaner letzten Herbst zum ersten Mal erschienen war, war er eine kleine Sensation, denn einen Kalender für Strickfans hatte es so bisher in Deutschland noch nicht gegeben. Dabei lag die Idee nahe: Gedruckte Kalender aus Papier sind beliebter als je zuvor und erlebten in den letzten zwei, drei Jahren eine Rennaissance. Warum also nicht auch einen Themenkalender für Strickfans herausbringen? Denn wer strickt, muss sich immer einiges notieren. Da gibt es die vielen Notizen über Anleitungen, aktuelle und geplante Projekte, Garneinkäufe, Größen, Läden, Shops und natürlich die vielen Ideen, die einem zwischendurch einfallen. Wie praktisch wäre es, das einfach mal alles an einem Ort übersichtlich aufzuschreiben und somit ein wenig mehr Struktur und Übersicht zu gewinnen? Genau das waren die Gedanken von Martina von Strickmich, die die Idee zu diesem ersten Strickkalender hatte. Also setzte sie sich hin und entwickelte ihre Idee weiter, suchte sich weekview als Partner für die Umsetzung und schließlich Sponsoren, die das Projekt in Form von Anzeigen finanziell unterstützen. Im Herbst letzten Jahres war es soweit: Der erste gedruckte Strickkalender war da – eine Premiere!

Nachdem ich ja im Shop bereits Strickmich-Anletungen anbot und Martina und ich schon lange Jahre immer in einem sehr netten Kontakt miteinander stehen, war für mich klar, dass ich selber den Planer nicht nur gerne im Shop verkaufen möchte, sondern das Projekt auch mit einer Anzeige unterstütze. Eine kleine nur, aber immerhin. Einfach, weil ich es großartig finde, dass man so ein Projekt komplett in Eigenregie völlig unabhängig stemmt: Von der Entwicklung der Idee bis hin zur Umsetzung und schließlich zum Vertrieb, ganz ohne dass ein Verlag oder ein Unternehmen dahinter steckt oder eben jemand, der da richtig Geld reinpumpt. Martina hat das alles alleine gemacht und das macht dieses Projekt so einzigartig. Mittlerweile gibt es zwar weitere ähnliche Kalender auf dem Markt, aber eben herausgebracht von großen Verlagen. Und die Idee für einen Strickplaner, die stammt natürlich von Martina.

Aber wie sieht er aus, der Strickplaner? Ich habe wie letztes Jahr Fotos vom Innenleben gemacht, damit Ihr Euch die einzelnen Seiten und Tools näher anschauen könnt, die der Kalender bietet:

Im  Laden habe ich natürlich auch ein Ansichtsexemplar zum Reinschauen – wer an den offenen Ladensamstagen vorbeischaut, kann sich den Strickplaner gerne hier vor Ort angucken.

Die Eckdaten habe ich hier außerdem nochmal übersichtlich zusammengefasst:

  • Die Größe ist 12 x 18cm, das ist ein klein wenig kleiner als A5. Damit passt der Strickplaner in jede Tasche, ohne allzu schwer zu sein
  • 90 g pro m2 FSC-zertifiziertes Schreibpapier von höchster Qualität
  • schöner strapazierfähiger Einband aus vinylbeschichtetem Spezialpapier
  • 2 Lesebändchen (berry und hellgrau)
  • Verschlussgummiband (berry)
  • 240 Seiten insgesamt, davon 34 Seiten Strick-Tools: Strick-Timeline, Strick-Ideen, Strick-Projekte, Wollkäufe, Wunschlisten, Maße und Größen, Strickanleitung Einschubhülle “Cover Your Plans” von Martina Behm
  • Lineal cm/inches und Nadelstärkentabelle (mm/US) im Nachsatz
  • 58 Seiten für Notizen und Listen (5 mm Karo und Punktkaro)
  • Monats-Übersichten für 2019 und 2020 (6 Monate auf einer Doppelseite)
  • Kalendarium 2019: Eine Woche auf 2 Seiten mit To-Do-Liste, Zielen, Strick-Inspiration und Ausblick auf die kommenden Wochen
  • Feiertage für Deutschland, Österreich, Schweiz
  • Beginn: Erste Januarwoche 2019, Ende: erste Januarwoche 2020
  • Jahres- und Lebensziele
  • Jahresrückblick
  • Quartalsplanung und Tracking-Tools
  • 4 Wochenstundenpläne
  • Alphabetisches Register
  • Zeitmanagementsystem von weekview.
  • Funktionales Layout, ideal für eigene Dekorationsideen
  • Vor- und Nachsatzpapier gestaltet von der Künstlerin Julie Levesque.
  • Der Strickplaner enthält die Anleitung für einen schräg gestrickten Buchschuber “Cover Your Plans” (von Martina Behm),

Der Strickmich Strickplaner 2019 kostet 18,90 Euro und liegt versandbereit hier im Lager und die dazu passenden Stricker habe ich natürlich auch noch vorrätig. Alles zusammen findet Ihr hier im Shop bei den Büchern und Magazinen.

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