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Vegane Garne

Vegane Garne oder: Pflanzenfasern gab´s doch eigentlich schon immer? – Inspiration No. 150

Was gibt´s Neues in der Strickszene? Einmal wöchentlich berichte ich hier über spannende Neuigkeiten und poste Links mit interessanten Ideen, die Euch inspirieren können. Diesmal geht´s um das Thema vegane Garne und Naturfasern. Viel Spaß beim Lesen!

Vegane Garne oder die Sache mit den Pflanzenfasern

Neulich hatte ich Kontakt mit einem Händler, der sich auf sogenannte vegane Garne spezialisiert hat und auch mit dem Label „vegan“ als Hauptmarketing-Argument wirbt. Vegane Produkte sind derzeit ja sehr in Mode – klar macht dieser Trend auch vor der Woll-Industrie nicht Halt. Ich finde es zwar super, dass Naturfasern ein kleines Revival erleben. Aber irgendwie stört mich, dass diese Fasern, die es doch eigentlich schon immer gab, nun auf einmal unter dem Label „vegan“ als Neuheit vermarktet werden.

Fasern aus pflanzlichen Materialien werden mindestens so lange wie tierische zur Herstellung von Garnen genutzt, nämlich seit der Erfindung des Webstuhls in der Steinzeit. Daraus wurden Kleidung, aber auch viele Gegenstände für den alltäglichen Gebrauch hergestellt. Gewonnen wurden die Fasern aus Gräsern, Rinden und Pflanzen. Viele dieser Pflanzen gibt es noch, werden aber nicht mehr zur Fasergewinnung genutzt, weil man das Wissen nicht mehr hat oder sich die Herstellung nicht mehr lohnt. Hopfen, Luffa oder Weizen würde heute kaum einer mehr zu Fasern verarbeiten. Andere dagegen werden weiterhin genutzt, man denke an Jute, Leinen, Hanf, Bambus oder Baumwolle. Und nochmal andere werden gerade wieder entdeckt – es gibt zum Beispiel Fasern aus Reisprotein oder Mais zu kaufen. Ramie wird außerdem auch wieder bekannter. Das Angebot ist also ziemlich groß und wird derzeit von den Herstellern ständig erweitert. Man muss eigentlich nur ein bisschen die Augen offen halten.

An den letzten beiden Wochenenden habe ich das schöne Wetter genutzt und Berge an Wolle gefärbt. Das Färben macht mir wahnsinnig viel Spaß, schon allein, weil ich damit selber in der Hand habe, welche Farben es geben soll. Oft genug gibt es nämlich genau meine Wunschfarben nicht zu kaufen und genau darum geht es mir aber beim Handarbeiten: Um die Farben. Ich möchte eine große Auswahl davon zur Verfügung haben und meine Vorlieben wechseln dabei immer wieder je nach Stimmung oder Jahreszeit. Im Sommer mag ich Gelb und Pink, im Frühling liebe ich Grüntöne und im Herbst und Winter finde ich gedecktere Töne super. Und so möchte ich dann auch im Shop eine große Farbvielfalt anbieten – einfach, weil ich das gut finde und das eben auch meinen Kunden vermitteln und entsprechend weitergeben möchte.

Als ich mir neulich verschiedene Anbieter ökologischer Garne näher angeschaut habe, weil ich eben schon gerne auch noch das ein oder andere Ökogarne im Shop anbieten möchte, ist mir aufgefallen, dass es hier meistens keine gute Farbauswahl gibt. Oder aber es gibt Probleme mit den Lieferungen, denn oft sind solche Garne nur in unregelmässigen Abständen verfügbar. Man muss also gleich richtig viel einkaufen, um sich davon etwas zu sichern. Für einen kleinen Anbieter ist das natürlich schwierig, da braucht es eher Großhändler, die flexibel liefern können. Und das ist dann eben auch der andere Grund, warum ich mittlerweile selber für den Shop färbe: Ich kann jederzeit nachfärben, während ich gleichzeitig darauf achten kann, welche Garne ich färbe und wo ich sie einkaufe. Derzeit färbe ich vor allem Garne von Schoppel, also Merino aus Patagonien. Daneben verwende ich Farben, die dem Ökotex-Standard 100 entsprechen und frei von Schwermetallen oder gesundheitsschädlichen Stoffen sind. Und es gibt natürlich noch viele andere Fasern, die ich färben kann, so dass ich da auch noch weitere Qualitäten anbieten kann, die nachhaltig produziert wurden. Das sind nun keine Ökogarne und vegan sind sie auch nicht – aber eben nachhaltig. „Öko“ und „nachhaltig“ ist nämlich meistens nicht unbedingt das Gleiche. Und „vegan“ und „nachhaltig“ meistens noch viel weniger.

Gaia von Lang Yarns

Und vegane Garne? Für Veganer habe ich von Anfang an eigentlich ein riesengroßes Angebot im Shop, denn ich habe sehr viele verschiedene Baumwoll-Garne in sehr unterschiedlichen Qualitäten da. Ihr müsst nur mal ein Knäuel Catania (100% Baumwolle) neben ein Knäuel Gaia von Lang legen. Absolut gleiche Zusammensetzung, nämlich 100% Baumwolle, aber ein völlig anderes Ergebnis: Während Catania eher fest, glatt und glänzend ist, ist Gaia fluffig, kuschelig und eher matt. Das kommt durch die unterschiedliche Verarbeitung der Fasern. Die Zeiten, in der Baumwolle lappig, stumpf und schwer daher kommt, sind jedenfalls schon lange vorbei.

Gaia Langyarns

Ich stricke mit Gaia gerade an einem Projekt, das ich noch nicht zeigen möchte – es ist super weich! Das kommt durch die Herstellung: Ein Flies aus langstapeligem Baumwoll-Flyergarn wird durch einen superfeinen Strickschlauch umhüllt wird. Von der Anmutung her ist das wie ein gefülltes Bändchengarn und es fühlt sich ganz toll an.

Norma von Lang

Wer nicht-tierische Fasern setzt, aber nicht mit reiner Baumwolle arbeiten möchte, kann sich außerdem Norma mal angucken, ebenfalls ein Garn von Lang. Ich habe Norma seit Anfang des Jahres schon im Shop, aber es ist ein bisschen untergegangen, weil ich Euch noch nichts damit Gestricktes gezeigt habe.

Sommertuch aus Norma von Lang

Sommertuch aus Norma von Lang

Norma ist das perfekte Sommergarn, denn es besteht aus 55% Baumwolle, 35% Modal und 10% Viskose. Zur Baumwolle muss ich nicht viel erzählen. Viskose wird aus Zellulose, also Holz, gewonnen. Modal ebenfalls, ist aber elastischer und strapazierfähiger, hat außerdem eine stärkere Festigkeit und glattere Oberfläche als Viskose. Modal ist zudem etwas saugfähiger und atmungsaktiver. Also insgesamt auch wieder ein „veganes“ Garn. Ich verstricke es aber ehrlichgesagt vor allem, weil es eine klasse Qualität hat und ein bisschen dicker ist. Aktuell habe ich ein Sommertuch aus Norma auf den Nadeln – auf Instagram hatte ich es ja schon mal gezeigt. Aber auch für Tops oder gestrickte Röcke ist es ein tolles Garn. Und es gibt so schöne Farben!

Linea von Karen Noe

Wer richtig edle Pflanzenfasern mag, ist mit Linea gut beraten, einem Garn aus 75% Leinen und 25% Baumwolle (100g/260m). Es wirkt auf den ersten Blick etwas spröde, weil es so fest ist – angestrickt wird es aber gleich weicher und spätestens nach dem ersten Waschen dann sowieso. Mit vier Strang Linea in zwei Farben kann man übrigens den tollen Striped Shawl von Karen Noe nachstricke. Die Anleitung gibt´s beim Bestellen gratis dazu. Wer mag, kann auch das schöne Set aus Handtuch und Waschtuch stricken, dafür braucht man zwei Stränge. Auch hier gibt´s die Anleitung beim Strickkit dann auf Wunsch gratis dazu. Einfach beim Bestellen einen Kommentar dazu schreiben.

Aber Ihr könnt ja einfach mal selber in meiner Baumwoll-Abteilung vorbeigucken. Letzte Woche kamen nochmal Berge an Wollbobbel, dabei auch neue Farben (siehe großes Foto oben). Und, tadaaaa: Auch hier gibt´s beim Bestellen auf Wunsch eine Gratis-Anleitung für ein gehäkeltes oder gestrickes Tuch dazu. Und es ist ein veganes Garn – die Zusammensetzung ist 50% Baumwolle und 50% Kunstfaser.

Ich möchte zum Schluss nochmal betonen, dass ich offen für Garne aller Art bin und es auch wichtig finde, sich Gedanken darüber zu machen, woher die Garne kommen und wie sie hergestellt werden. Ich mag einfach nur nicht den Begriff  „vegan“ so gar nicht und finde es besser, pflanzliche Fasern weiterhin als pflanzliche Fasern zu bezeichnen.  Oder sie eben einfach mit ihrem Namen zu benennen: Baumwolle, Bambus, Mais. Oder halt Kunstfaser, denn das ist auch „veganes Garn“. Man ist auch kein besserer Mensch, wenn man anstatt mit tierischen Proteinfasern mit veganen Garnen strickt, für deren Produktion ja meist ein hoher energetischer Aufwand betrieben werden muss – mit Nachhaltigkeit hat das dann nämlich meist nicht mehr viel zu tun. Für mich sieht es eher so aus, als ob mit dem Begriff „veganes Garn“ allzu gerne einfach nur geschickt Marketing betrieben wird. Ich empfehle daher, genau darauf zu achten, um welche Fasern es sich handelt, woher sie stammen und wie sie produziert werden. Und natürlich auch, wer sie anbietet.

Ansonsten würde mich sehr interessieren, warum die großen Garnhersteller so gut wie nie mit dem Begriff „vegan“ arbeiten, wenn es um Baumwolle und Co. geht – im Unterschied zu den Händlern. Gibt es vielleicht doch Verfahren bei der Herstellung, bei denen irgendwas vom Tier mitverwendet wird, von dem man nichts weiß? Vielleicht wäre es mal interessant, die Hersteller einfach mal zu fragen. Und vielleicht mache ich das einfach mal. Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich was dazu herausgefunden habe.

Und wie seht Ihr das alles überhaupt? Was denkt Ihr über vegane Garne und Pflanzengarne? Schreibt mir gerne Eure Meinung bei den Kommentaren – ich bin neugierig zu erfahren, was Ihr darüber so denkt.

 

 

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Grannyplaid mit Herz von Schachenmayr

Das Grannyplaid mit Herz von Schachenmayr – schöne Sommerhäkelei mit Catania

Der Sommer ist für mich die klassische Häkelzeit. Baumwollgarne lassen sich auch bei wärmeren Temperaturen super verarbeiten und vor allem kann man sich bei Grannysquare-Projekten so schön bei den Farben austoben. Ich habe darum in den letzten Tagen im Shop bei den Häkelkits und bei den Baumwollgarnen ein bisschen aufgestockt und bin daneben dabei, selber zwei weitere Häkelkits vorzubereiten. Eins der neuen Häkelkits möchte ich aber heute unbedingt noch schnell zeigen, weil ich es so hübsch finde und es einfach so schön sommerlich aussieht, nämlich das Grannyplaid mit Herz von Schachenmayr.

Grannyplaid mit Herz von Schachenmayr – sanfte Farben mit Catania

Die Anleitung stammt aus dem Schachenmayr Magazin „Schachenmayr Moments“. Das Plaid selber ist etwa 125cm x 145cm groß und setzt sich aus vielen bunten gehäkelten Grannysquares zusammen. Die kleinen Quadrate haben dabei verschiedene Größen und Muster, was einen hübschen Vintage-Look ergibt.

Verarbeitet wurde Catania von Schachenmayr. Und zwar größenteils in den Farben aus der neuen Farbkollektion 2017. Ihr erinnert Euch sicher, ich hatte sie hier im Blog Anfang des Jahres im Artikel Schachenmayr Catania 2017 – die neuen Farben schon mal vorgestellt. Mit dabei waren Graublau, Honig, Pink, Serenity, Teddy und Kachelblau:

Wie schön diese sanften Farben miteinander harmonieren, sieht man nun sehr gut im Plaid. Ergänzt wurde die Kombi nur noch um Aprikose, Softapricot und Erbeere. Als Kontrastfarbe wurde außerdem Creme genommen. Das lässt die Farben strahlen, ist aber selber nicht ganz so hart im Kontrast wie zum Beispiel reines Weiß. Insgesamt also eine wirklich hübsche Decke, die sich sehr gut auf einem Sofa oder einem Sessel macht. Und wer eine Veranda hat, kann sie sich natürlich dann auch auf die dazugehörige Schaukel hängen, hach :)

Häkelkit mit 32 Knäulen Catania und Anleitung

Wer Lust hat, das Grannyplaid mit Herz von Schachenmayr zu häkeln: Das Kit Grannyplaid mit Herz (klick!) gibt es seit gestern bei mir im Shop. Mit dabei sind alle 32 Knäuel Catania und natürlich das Magazin Schachenmayr Moments 023 mit der entsprechenden Anleitung. Im A4-Hochglanz-Magazin gibt´s übrigens noch rund 30 weitere Anleitungen für Projekte mit den Garnen aus der Catania-Familie. Zum Beispiel Schönes für Zuhause aber auch hübsche Sachen zum Anziehen für Groß und Klein wie das Tuch auf der Titelseite.  Und ein besonderer Tipp: Weil das Kit über 75 Euro kostet, wird es versandkostenfrei verschickt.

Schachennmayr Moments 023

Schachennmayr Moments 023

Ich habe diesmal keine Häkelnadel ins Kit dazu gepackt. Die meisten von Euch haben bereits Nadeln und ich wurde oft gefragt, ob ich meine Kits nicht auch ohne Nadeln anbieten könne. In der Anleitung wird mit einer Nadel der Stärke 3,5 gehäkelt. Wenn Ihr eine braucht, könnt Ihr natürlich im Shop einfach eine dazu bestellen. Ich habe Häkelnadeln von Addi, Clover und KnitPro Wave, einzeln, als Kit, mit Kunststoff- oder mit Holzgriff vorrätig. Bei einem so großen Projekt würde ich fast eine Clover mit Softgriff empfehlen. Die sind zwar etwas teurer, aber die Griffe sind weicher als die von KnitPro Wave, während die Nadeln insgesamt etwas länger sind. Wenn man sehr viel häkelt, finde ich diese Nadeln am angenehmsten. Die Nadeln von Addi haben außerdem einen ergonomischen Griff, die Hand ermüdet dann nicht so schnell wie bei einer einfachen Nadel.

Foto: Schachenmayr – www.schachenmayr.com

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Tutorial Mitered Grannysquare 19

Das Mitered Grannysquare – Summer of Grannysquares No. 3

In den Monaten Juni, Juli und August findet bei Gemacht mit Liebe der „Summer of Grannysquares“ statt: Immer zu Beginn der neuen Woche poste ich hier im Blog ein Tutorial für ein neues Grannysquare! Habt Ihr Lust, mit mir gemeinsam zu häkeln? Dann schnappt Euch ein bisschen Garn und eine Häkelnadel, häkelt das Grannysquare nach und zeigt Euer Ergebnis auf Instagram unter dem Hashtag #summerofgrannysquares oder postet es auf Facebook unter dem dazugehörigem Post. So können wir uns untereiander ein bisschen vernetzen und austauschen. Viel Spaß beim Mithäkeln!

Mitered Grannysquare – Das Tutorial

Heute häkeln wir das Mitered Grannysquare. Es ist eine Variante vom Basis-Grannysquare und ganz einfach zu häkeln. Wie das Basis-Grannysquare gehäkelt wird, habe ich in der Häkelschule vor einiger Zeit schon mal gezeigt.

Garn und Nadel: Ich häkle diesmal mit dem superschönen Baumwollgarn Gaia von Lang – das ist sehr, sehr weich und somit die perfekte Wahl für eine kuschelige Grannydecke. Meine Farben: Offwhite, Silber und Rosa. Mehr Infos über das Garn hier. Ich häkle mit Nadelstärke 4, die Nadel ist aus meinem Privatbesitz.

Benötigte Maschen: Luftmaschen (LM), feste Maschen (fM), Kettmaschen (KM) und Stäbchen (Stb).

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Startrunde

Häkle 5 Lm und verbinde sie mit einer Km zum Ring. Alternativ kannst Du auch einen Magic Ring häkeln.

Runde 1

Starte mit 3 Lm. Häkle dann in der ersten Runde in den Ring 2 Stb – 3 Lm – 3 Stb – 3 Lm – 3 Stb – 3 Lm – 3 Stb – 3 Lm. Häkle in die 3 Anfangsluftmasche 1 Km.

Runde 2

Häkle 3 Lm. Häkle in die nächste Ecke 3 Stb – 3 Lm – 3 Stb. Häkle in die zweite und dritte  3 Stb – 3 Lm – 3 Stb. Häkle in die vierte Ecke 3 Stb – 3Lm – 2 Stb und beende die Runde mit einer Km in die dritte Anfangsluftmasche. Faden abschneiden und durch die letzte Masche ziehen.

Tutorial Mitered Grannysquare

Runde 3

Die dritte Runde wird mit Farbe 2 gehäkelt. Setze an einer Ecke an und häkle 3 Lm:

Tutorial Mitered Grannysquare 3

Häkle in die gleiche Lücke 2 Stb. Häkle dann in die nächste Lücke 3 Stb. Häkle in die nächste Ecke 3 Stb – 3 Lm – 3 Stb. Häkle in die nächste Lücke 3 Stb. Häkle in die zweite Ecke 3 Stb:

Tutorial Mitered Grannysquare 5

Tutorial Mitered Grannysquare 6

Runde 4

Nun wird die Arbeit gewendet und es wird auf der Rückseite wieder zurück an den Anfang gehäkelt. Häkle 3 Lm:

Tutorial Mitered Grannysquare 8

Häkle dann in die nächste Lücke 3 Stb und arbeite dann nach dem Prinzip der Vorrunde weiter. Beende diese (halbe) Runde mit einem Stäbchen in das dritte Stäbchen der Vorrunde. Faden abschneiden  und durch die letzte Masche ziehen.

Alternativ kannst Du aber auch für einen schöneren Farbwechsel das letzte Stäbchen nur einmal abmaschen und dann beim zweiten Abmaschen die nächste Garnfarbe einhäkeln:

Runde 5

Die nächsten beiden Runden werden nach dem gleichen Prinzip weitergearbeitet. Häkle zunächst die Hinreihe. Starte dafür wieder mit 3 Lm:

Tutorial Mitered Grannysquare 12

Häkle in die gleiche Lücke 2 Stb. Arbeite Dich dann bis zum Ende durch und beende die Runde mit 3 Stb. in die letzte Lücke = Ecke:

Tutorial Mitered Grannysquare 13

Runde 6

Wende die Arbeit. Häkle 3 Lm und in die nächste Lücke 3 Stb. Arbeite Dich bis ans Ende durch und beende die Arbeit mit 1 Stb:

Tutorial Mitered Grannysquare 15

Tutorial Mitered Grannysquare 16

Nun noch den Faden abschneiden und durch die letzte Masche ziehen. Beachte: Die letzte Reihe war ja wieder eine Rückreihe, also liegt das Square momentan auf der Rückseite. Beim Vernähen der Fäden also darauf achten, dass die Fäden auch auf der Rückseite vernäht werden müssen.

Tutorial Mitered Grannysquare 17

Du kannst natürlich auch andere Farbvarianten häkeln oder das Mitered Grannysquare mit einer weiteren Runde komplett umhäkeln. Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Wenn Dir mein Tutorial gefällt, würde ich mich über einen Kommentar freuen. Gerne kannst Du das Tutorial natürlich auch auf Facebook, Twitter oder Pinterest teilen.

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Mille Colori Baby

Über einen zehnjährigen Stricklehrer, die geheime Stricksprache und einen Tipp in Sachen Lacestricken – Inspiration No. 149

Was gibt´s Neues in der Strickszene? Einmal wöchentlich berichte ich hier über spannende Neuigkeiten und poste Links mit interessanten Ideen, die Euch inspirieren können. Diesmal geht´s um einen besonders jungen Stricklehrer, die Geheimnisse der Stricksprache und verschiedene andere Dinge. Viel Spaß beim Lesen !

Ihr kennt das ja sicher auch: Beim Lacemuster stricken verrutscht man, ohne es zu merken, in der Chart in der Zeile und strickt auf einmal das Muster aus der nächsten oder vorletzten Reihe. Um das zu verhindern, benutze ich meistens eine Postkarte, die ich mir mit einer Büroklammer an der Anleitung feststecke. Das klappt ganz gut, es geht aber sehr viel schöner. Auf Facebook habe ich letzte Woche nämlich nun die Idee mit der Schablone gesehen. Yarninspiration hatte dazu ein Foto gepostet, allerdings ohne auf die Quelle hinzuweisen. Die habe ich einfach gegoogel. Und so könnt Ihr nun direkt drüben bei Karen vom Blog Primitive Spirit mal gucken, welche schöne Idee sie da hatte: Hint for knitting a repeated pattern

Unter Strickern wird ja gerne mal mit Begriffen um sich geworfen, bei denen Strickanfänger nur Bahnhof verstehen. Als ich damals neu in der Szene war, ging es mir auch so. Ich war regelmässig bei einem Stricktreffen, bei denen man sich Anfängern gegenüber teilweise ganz schön herablassend verhielt. Weil ich dazu auch noch viel häkelte, musste ich mir also so einiges anhören. Das hat auch Bettina vom Wollsternchen ähnlich erlebt und daher ein humorvolles Lexikon mit Fachbegriffen zusammengestellt, mit denen man auf jeder Strickparty ab sofort glänzen kann: Häkeln/stricken – deutsch / deutsch – handarbeiten. Beim Stricktreffen war übrigens Ruhe, nachdem ich irgendwann kommentarlos mal ein Projekt mit aufwendigem Lacemuster auf den Tisch legte und vergnügt vor mich hinstrickte :-)

Letzte Woche hatte ich es ja schon kurz erwähnt: Daniela von Maschenkunst hat ihren lange pausierenden Podcast „Secret Knitting) wieder zurück ins Leben gerufen und sendet nun wieder fleissig. Alle Links dazu findet Ihr auf ihrer Seite: Mein Podcast Revival – Secret Knitting :-)

Wie ist das eigentlich, wenn man als private Person Handgemachtes auf Märkten verkaufen möchte? Darf man das oder muss man dafür ein Gewerbe anmelden? Das Finanzamt hat da ganz klare Regeln. Wer gezielt Produkte einkauft, um sie dann weiterzuverkaufen, handelt in jeden Fall gewerblich und muss dafür entsprechend ein Gewerbe anmelden. Wer privat verkauft, muss allerdings auch einige Dinge beachten. In der SZ gab es dazu einen interessanten Artikel: Vorsicht beim Flohmarkt-Verkauf

Jack Kashork war fünf, als ihm seine Großmutter das Stricken beigebracht hat. Nun ist er zehn Jahre alt und unterrichtet selber als Stricklehrer Erwachsene in der Kunst des Strickens. Und das macht er ziemlich gut. Die ganze Geschichte über den jungen Stricklehrer findet Ihr hier: 10-year-old boy teaches knitting class. Und das wirklich schöne am Artikel: Mit keinem Wort wird erwähnt, dass er das tut, obwohl er männlichen Geschlechts ist. Ich würde mir wünschen, dass Artikel, in denen über männliche Stricker berichtet wird, immer ganz genauso gehalten werden würden: Ohne dass nämlich besonders betont wird, dass da nun gerade Männer stricken.

Das war´s mit der Inspiration. Viel Spaß mit dem neuen Lesestoff und allen einen schönen Sonntag! Ich selber muss heute noch ein bisschen arbeiten: Ich habe in den letzten Tagen Berge an Wolle gefärbt und bin damit noch ein bisschen beschäftigt :)

Wolle auf dem Foto: Mille Colori Baby, 50g/190m, 100% Schurwolle (Merino) in der Farbe 152/Kirschbaum.