Monate: Februar 2013

yarnbombing

Yarnbombing und Guerilla Knitting

In den Städten sieht man sie mittlerweile immer öfter: Kunterbunt eingestrickte und eingehäkelte Schilder, Poller, Bäume, Geländer, Zäune, Brunnen oder Denkmäler. Auf einmal sind sie da, irgendjemand hat sie irgendwann dort angebracht und niemand weiß, warum, denn fast immer fehlen Hinweise, von wem diese Yarnbombings oder Guerilla Knittings stammen oder was sie bedeuten sollen.   Hat man sie entdeckt, ist man verblüfft, diese kleinen Garnbomben irritieren und stören den gewohnten Blick, und man steht das und überlegt, warum sich jemand Zeit genommen hat, etwas eigentlich so Sinnloses zu machen. Doch sinnlos ist es nur auf den ersten Blick und das aber merkt man meistens erst ein bisschen später: Dieses alberne gestrickte oder gehäkelte Ding hat einen dazu gebracht, seine Routine zu unterbrechen und gewohnte Denkmodelle und Gewohnheiten zu hinterfragen. Warum zum Beispiel nur einige wenige entscheiden, wie der öffentliche Raum, in dem wir aber alle leben, auszusehen hat. Warum in unsere Gemeinschaft die meisten Dinge nur getan werden, weil man sich daraus einen Vorteil entspricht. Warum man eigentlich glaubt, dass Dinge immer so bleiben müssen, …

Ein paar Gedanken übers Essen

Natürlich kann man sich über den immer wieder aufs Neue über den jeweils aktuellen Lebensmittelskandal aufregen und natürlich kann man es schrecklich finden, wie wir als Verbraucher von den Lebensmittelgroßkonzernen getäuscht und betrogen werden. Was man aber auch machen kann: Anstatt sich jedes Mal lauthals über den jeweiligen Skandal zu empören, einfach mal die Klappe halten und stattdessen anfangen, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken und vielleicht auch die ein oder andere Sache zu ändern. Lebensmittelkonzerne tun nämlich genau eines: Dinge produzieren, für die es einen Markt gibt. Dieser Markt aber sind wir und wenn wir alle endlich damit aufhören, diesen ganzen gepanschten Convenience-Mist zu kaufen, liesse sich damit einiges erreichen. Ich kaufe zum Beispiel seit eineinhalb Jahren  keine Fruchtjoghurts mehr. Ich hatte damals hier einen längeren Artikel über die Sache mit den Fruchtjoghurts geschrieben und anschließend begonnen, mir Joghurt mit einem Gerät selber zu machen.  Das Gerät ist leider mittlerweile kaputt gegangen, dafür kaufe ich nun wieder Joghurt, aber eben immer nur Naturjoghurt und Quark und nicht die Pampe von Ehrman, Baur, Cervais, Nestlè & …

Der 550-Strickpullover-Flashmob

Das ist so schön: 556 Pullover hat Loes Veenstra zwischen 1955 und 2012 gestrickt und alle landeten ungetragen in Kisten – bis zu diesem bezaubernden Flashmob: Befragt, warum sie so viel strickt, sagte Loes: „I don’t knit only because I like knitting, it is just that my hands need to do something. And if I don’t knit I smoke, which can become very expensive.“

Über Häkelzeitschriften, Anleitungen und Raubstricken

Letztes Wochenende habe ich mir zum ersten Mal ein Häkelmagazin gekauft – und zwar „Sabrina Spezial: Die schönsten Häkelmuster“. Das Magazin gab es für 2,90 Euro und ich muss sagen, auch wenn der Titel so aussieht, als ginge es darum, möglichst viele Leute davon abzuhalten, jemals zu einer Häkelnadel zu greifen, war es ein guter Kauf. Die gezeigten Modelle sind zwar bis auf den Schal nicht mein Geschmack, dafür aber gibt es Häkelschriften für 38 verschiedene Muster und aus denen kann man ja einfach selber etwas entwerfen… Die Häkel-Verena ist übrigens die erste Zeitschrift, die ich mir speziell zum Thema Häkeln gekauft habe und lustigerweise habe ich bisher aber auch nie wirklich nach solchen Heften gesucht. Ich war beim Stöbern im Zeitschriftenladen sehr erstaunt, dass es auch für Häkler eine riesige Auswahl gibt – und eben nicht nur für die Stricker. Die meisten Anregungen suche ich mir tatsächlich einfach übers Internet, bei Pinterest vor allem, dann aber auch in vielen Blogs, bei Facebook, Instagram oder Youtube und sehr oft einfach über die Google-Bildersuche. Meistens arbeite …