Monate: Juli 2012

Geradelt: Der Felsengarten von Fort VI, ekliges Eis in Buschbell und eine Hunderennbahn

Und weil das Wetter gestern herrlich war, waren wir wieder auf dem Rad unterwegs – die Tour diesmal war 30 Kilometer lang. Zunächst ging es zum Fort VI am Decksteiner Weiher. Das Fort war 1873-1876 gebaut worden, als man rund um Köln einen Festungsring angelegt hatte, im Fort VI selber war ein Fuß-Artillerie-Regiment untergebracht. Ein großer Teil des Forts wurde in den 20er-Jahren im Zuge der Entmilitarisierung geschleift und somit dem Erdboden gleichgemacht. Zwischen Fort und Straße entstanden Sportplätze, während das Fort für Umkleidekabinen und Bandproberäume genutzt wird – gestern wurde überall Fußball gespielt und aus den Kellern hörte man Ska… So sieht Fort VI derzeit aus: Konrad Adenauer, in den 20er Jahren Oberbürgermeister in Köln, hatte dafür gesorgt, dass aus den ehemaligen Festungs-Rayons im Zuge der Schleifung mit Hilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Grüngürtel mit seinen vielen Parkanlagen angelegt wurde – ein fast geschlossener Halbkreis rund um Köln mit vielen Wäldern, Weihern, Parks, Grün- und Kleingartenanlagern. Auch der Decksteiner Weiher entstand in diesen Jahren – entworfen hatte ihn der Stadtplaner Fritz Schumacher (1869-1947), fertig gestellt …

Geradelt: Am Otto Maigler See und durch die Niehler Aue nach Weidenpesch

Und nach wie vor radeln wir, denn wenn es in Köln schöne Ecken gibt, dann meistens da, wo man sie vom Auto aus nicht sehen kann, weil sie so gut versteckt sind. Eine dieser schönen Ecken ist der Otto-Maigler-See, irgendwo hinter Hürth liegt der und man fährt erst einmal durch eine Menge Felder und Wiesen…  …und muss schließlich einen ordentlichen Berg hinauf. Und dann liegt er da, der Otto Maigler See, umrandet von einem Wald, mit einem großen Strandbad und einer Menge Platz zum Schwimmen. Was wir allerdings nicht gemacht haben, weil wir auf einmal ganz andere Sorgen hatten: Eine gerissene Fahrradkette nämlich, riesige schwarze Wolkenberge am Himmel und sowas von kein Netz und schützende Unterstellmöglichkeiten… …Kurz: Wir kamen irgendwie irgendwann wieder nach Hause, lebendig, und hatten vom Radeln aber erst einmal die Nase voll und als es eine Woche lang ununterbrochen regnete, war das ganz in Ordnung. Bis dann gestern unerwartet der Sommer ausbrach und der Mann meinte, es sei jetzt an der Zeit, mal wieder radeln zu gehen. Also mittags um drei rauf …