Monate: August 2011

Vietnamesische Frühlingsrollen

-> hier nun die Fortsetzung von gestern: …unter anderem vietnamesische Frühlingsrollen zu machen. Die haben wir ein paar Mal in der Ha Long Bucht gegessen und weil sie so unendlich lecker sind, gehören sie mittlerweile zu meinen Lieblingsgerichten. Die Zubereitung war ganz einfach: Ein Blatt Reispapier in eine Schüssel Wasser tauchen, damit es schön weich wird. Auf den Teller legen und ein wenig Eisbergsalat, Sojasprossen, gebratene und in dünne Streifen geschnittene Ente oder in Knoblauch angebratene Riesengarnelen, Kräuter wie Thaibasilikum, Koriander und Minze und asiatischen Nudeln darauf schichten. Das Ganze zu einer schönen Rolle mit eingeklappten Enden drehen, in dieser sehr flüssigen süss-sauren-Chilisauce dippen und essen, und zwar aus der Hand. Oberlecker. Das Gericht lässt sich natürlich unendlich variieren – mit Fisch, Huhn, Rind oder Schwein, das man vielleicht noch speziell mariniert oder gewürzt hat, mit anderem Gemüse, und, und, und…  wir wollen das demnächst mal für Gäste machen, werden uns aber vorher noch ein paar Warmhalteplatten oder Stöfchen besorgen, um Fleisch und Nudeln schön warm zu halten.

Endlaserpesto

Ach und dann wäre da noch das beste Pesto, dass ich je gegessen habe. Auf dem Markt gestern nämlich herrlichen Basilikum gesehen und spontan zwei riesen Sträusse mitgenommen. Auf dem Balkon habe ich zwar auch welchen, aber irgendwie, wie all bei meinen Kräutern, die da wachsen, tut es mir jedesmal in der Seele weh, ein paar Blättchen für die Küche abzurupfen und so kaufe ich mir die Kräuter, die ich fürs Kochen verwende, meistens nochmal frisch… – sagen Sie bitte nichts. Pesto machen ist keine große Kunst, im Wesentlichen hängt das Gelingen eigentlich davon ab, ob man gute Zutaten hat. Bei mir waren das: Die Blätter von zwei Bund Basilikum (gewaschen und trocken getupft), 100 Gramm Grana Padano (am Stück gekauft und fein gerieben), 60 Gramm geröstete Pinienkerne und 40 Gramm geröstete Sonnenblumekerne, ca. 200ml mildes Olivenöl, eine große Zehe Knoblauch und eine kräftige Prise Salz. Alles einfach in den Blender und im Eiscrash-Modus schreddern. Könnte man natürlich auch in einem großen Mörser machen – wir haben auch so einen, aber ganz ehrlich, mit dem …

Baiser selbermachen

Zunächst: Das auf dem Bild sind keine Champignons, sondern Baiser. Denn weil mir die Sache mit dem Crème-Brûlée-Desaster neulich keine Ruhe gelassen hat, habe ich gestern Abend nochmal ein anderes Rezept ausprobiert. Vier wunderbar stichfeste Crèmes waren das Ergebnis (darüber morgen mehr), bei deren Produktion aber eben wieder eine Menge Eiweiß übrig geblieben ist. Und aus diesem habe ich wie letztes Mal wieder Baiser gemacht, der Mann ist nach den Dingern ganz verrückt, außerdem geht das ganz einfach: Man rechnet pro Eiweiß 50g Puderzucker, das war mir allerdings etwas zu viel, also habe ich für meine vier Eiweiß so etwa 160 Gramm genommen. Das Eiweiß wird einfach aufgeschlagen – erst langsam auf kleiner Stufe, wenn die Sache sich schließlich anfängt zu entwickeln, kann man höher schalten. Eine Prise Salz dazu und nach und nach den (gesiebten) Puderzucker unterrühren. Mit einer Spritztüle habe ich dann kleine Kringel (man könnte auch sagen: Brüste mit schönen Nippeln) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gedingst, genauer: auf zwei Backbleche,  und dann beide in den auf 100 Grad vorgeheizten Ofen …